Nach 19 Jahren treffen Nendingen und Tuttlingen auf der Ringermatte wieder aufeinander

 

Ein Derby, das bereits seit den 50er-Jahren besondere Spannung trägt und auf das die Ringsportfreunde der Region lange warten mussten. Zuletzt trafen die Mannschaften des ASV Nendingen und der KG Tuttlingen/Wurmlingen im Jahr 2007 aufeinander. Sowohl im Hinkampf als auch im Rückkampf verfolgten weit mehr als 2.000 Zuschauer das hitzige Stadt-Derby – jeder der beiden Rivalen konnte damals ein Duell für sich entscheiden.

 

In Nendingen freut man sich ganz besonders auf das anstehende Derby, auch wenn ursprünglich gar nicht angedacht war in der Saison 2026 in der Verbandsliga an den Start zu gehen. Als Zweitplatzierter der Landesliga Württemberg hätte dem ASV Nendingen ein Aufstiegs-Wahlrecht zugestanden. Um die junge Mannschaft des ASV in der Landesliga weiter aufzubauen, war vorgesehen von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch zu machen. Da der Deutsche Ringerbund die Bundesligen aber neu ordnet, wurden die übrigen Ligen von unten her aufgefüllt – aus dem Aufstiegswahlrecht wurde für den ASV Nendingen eine Aufstiegspflicht. Somit startet der ASV dieses Jahr nun wieder in der Verbandsliga Württemberg – eine Aufgabe, die alle Verantwortlichen vor besondere Herausforderungen gestellt hatte.

Das Trainerteam um Yan Ceaban und Semih Bosyan war damit betraut, die eigenen Sportler weiter aufzubauen und auf die Herausforderungen in der Verbandsliga vorzubereiten. Um in dieser Liga bestehen zu können, war aber schnell auch klar, dass man sich partiell verstärken muss. Für Yan Ceaban, der auf der Matte kürzertreten wird, wurde mit Maxim Perpelita ein adäquater Ersatz gefunden. Zudem wurde mit Veaceslav Mamulat ein Sportler verpflichtet, der die Mannschaft in den leichten Gewichtsklassen im griechisch-römischen Stil stützen wird. Bei Sportler wohnen seit Jahren in Tuttlingen bzw. in Nendingen und waren regelmäßig im Training zu Gast. Während Mamulat beim ASV schon zu Bundesligazeiten auf der Matte stand, dürfte der Name Perpelita den Nendingern vor allem durch Maxim´s Bruder – Andrej Perpelita – ein Begriff sein.

Auch Trainer-Neuzugang Semih Bosyan kann die Mannschaft bei Bedarf auf der Matte verstärken. Weitere Verstärkung hat der ASV Nendingen durch Alex Denisük erfahren, der sich dem ASV aus freien Stücken anschloss. Der junge Denisük ging in den letzten Jahren sowohl für Radolfzell, als auch für Zella-Mehlis auf die Matte und bringt einiges an Wettkampferfahrung mit nach Nendingen. Da alle Sportler der letztjährigen Saison dem ASV Nendingen auch dieses Jahr wieder zur Verfügung stehen, kann man auf einen breiten und schlagkräftigen Kader zurückgreifen mit dem der Klassenerhalt möglich sein sollte. Man darf sich auf jeden Fall auf einige sportliche Höhepunkte in der kommenden Saison freuen, denn neben weiteren Derbys gegen Sulgen und gegen die Bundesligareserve aus Baienfurt warten mit dem KSV Unterelchingen und dem ASV Schorndorf II Mannschaften auf den ASV, die beide unheimlich starke und ausgeglichene Kader auf die Matte bringen werden. Es ist davon auszugehen, dass diese beiden Mannschaften die Meisterschaft unter sich ausmachen werden. Die übrigen bereits genannten Mannschaften sowie auch die Mannschaften der Red Devils Heilbronn, des VFL Obereisesheim und der KG Rems Löwen II schätzen wir vom Leistungsgefüge ähnlich stark ein, so dass es erbittere Kämpfe um die Plätze im Tabellenmittelfeld geben wird.

Der ASV Nendingen meldet wieder eine 2. Mannschaft

Erfreulich ist, dass sich die gute und wieder kontinuierliche Jugendarbeit beim ASV Nendingen weiterhin bemerkbar macht. Nachdem in den letzten Jahren immer wieder Nachwuchssportler in die Mannschaft integriert werden konnten, sind es in diesem Jahr so viele Sportler, dass man sich entschied eine zweite Mannschaft zu melden. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die jungen Talente langsam in die Verbandsliga integriert werden sollen – ein Schritt, der direkt vom Jugendbereich aus, für einige Sportler noch zu groß wäre. Mit Dominik Seidl, Mailo Rothfelder, Louis Weisshaar, Arian Kosing, Ener Kaan Kaya und Alan Abdalraman rücken gleich sechs Jugendringer in den Aktivenbereich auf. Ergänzt werden diese um Andi Ruf, Christian Glas und Niko Storm, die sich dem ASV alle aus freien Stücken angeschlossen haben.

Folgende gegnerische Mannschaften werden auf die Reserve des ASV Nendingen treffen: KSK Furtwangen II, KSV Vöhrenbach II, AB Aichhalden III, SV Dürbheim II, AV Sulgen II, KSV Trossingen, KG Wurmlingen/Tuttlingen II. In attraktiven, regionalen Begegnungen dürfen die jungen Wilden des ASV somit erste Luft im Aktivenbereich schnuppern.

Es zeigt sich damit, dass der ASV trotz der Neuverpflichtungen für den Verbandsligakader weiterhin auf die Nachwuchsarbeit setzt. Ziel soll es mittelfristig auch nach wie vor sein, dass die „Fremd-Verpflichtungen“ der ersten Mannschaft sukzessive durch eigene Nachwuchstalente ersetzt werden können. Man will somit der klar definierten Strategie treu bleiben.