03.10.2010
Trainer Volker Hirt hatte seine Mannschaft gegenüber dem Samstag in vier Klassen geändert. Zu seinem ersten Bundesligaeinsatz kam Alexandar Kostadinov, der 22-jährige bulgarische Neuzugang, der sich riesig über seinen Sieg gegen den gleichaltrigen rumänischen WM-Teilnehmer Virgil Munteanu freute. Baris Diksu rückte dafür in die Klasse bis 66 Kilogramm auf. Auch der 20-jährige Viorel Ghita bekam einen weiteren Bundesligaeinsatz diesmal in der Klasse bis 74 Kilogramm und Marc Buschle (84 kg) kehrte in seine angestammte Klasse zurück.
Dass er ein absoluter Ausnahmekönner im Freistilringen ist, konnte Ghenadie Tulbea (55 kg) auch am Sonntag beweisen. Es war eine Augenweide zu sehen, wie er bei seinem Überlegenheitssieg gegen das bulgarische Talent Veliko Lyutskanow seine technischen Fähigkeiten demonstrierte. Erstmals konnte auch Mindaugas Mizgaitis (120 kg) die Nendinger Fans so richtig überzeugen. Gegen Patrick Schwendemann gelangen ihm in allen drei Runden Wertungen in der Bodenlage zum ungefährdeten Punktsieg.
Besonderes Interesse fand natürlich der Kampf in der Klasse bis 60 Kilogramm, bei dem sich mit Alexandar Kostadinov und Virgil Munteanu zwei Ringer gegenüberstanden, die schon in jungen Jahren zu internationalen Erfolgen kamen. Dass sich der Nendinger mit 3:1 Runden durchsetzte, bedeutete für ihn einen Supereinstand, während sich der Freiburger über seine Niederlage gar nicht beruhigen wollte. Ähnlich umstritten war der Kampf in der Klasse bis 96 Kilogramm zwischen Georgi Sredkov und dem deutschen Vizemeister Viktor Reh. Trotz einer kämpferisch überzeugenden Leistung des Nendingers, setzte sich aber doch der agile Freiburger mit etwas mehr Glück mit 3:1 durch.
Über seinen zweiten Saisonsieg konnte sich Publikumsliebling Florian Schwarz (66 kg) gemeinsam mit seinen Fans freuen. Der junge Franzose Zachary Federow war zwar immer gefährlich, aber „Lotte“ behielt in einem konzentriert geführten Kampf doch in allen drei Runden die Oberhand. Überraschend deutlich beherrschte auch Sergios Solontkis (84 kg) den starken Jury Witt. Der Grieche überzeugt in dieser Saison mit einer konstant guten Form und holt seine Punkte sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf. Nachdem Baris Diksu (66 kg) wegen Übergewicht von Benedikt Rebholz kampflos zum Sieg kam, baute Marc Buschle (84 kg) die Nendinger Führung auf 24:5 aus. Sein französischer Gegner Stephane Marczinski holte sich zwar Runde eins im Clinch, musste dann aber den Beinangriffen des Nendingers Tribut zollen.
Mit zwei Siegen in den Klassen bis 74 Kilogramm hielten die Freiburger dann doch die Niederlage in Grenzen. Sehr unglücklich verlor Viorel Ghita nach ausgeglichenem Kampf in der 3. Runde nach einem Schleudergriff entscheidend. Und Adrian Ozsda gelangen im Bodenkampf keine Wertungen gegen Renato Kun, so dass sein ungarischer Gegner nach gewonnener 1. Runde auch die nächsten beiden Durchgänge für sich entschied.
(Bericht: Fritz Reichle)
Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt):
55kg F: Ghenadie Tulbea - Veliko Lyutskanov 4:0 (TÜ 5:0/6:0/5:0). - 120 kg G: Mindaugas Mizgaitis - Patrick Schwendemann 3:0 (PS 2:0/2:0/2:0). - 60 kg G: Alexandar Kostadinov - Virgil Munteanu 3:1 (PS 1:0/0:1/2:1/2:0). - 96 kg F: Georgi Sredkov - Viktor Reh 1:3 (PS 0:1/0:1/1:0/1:2). - 66 kg F: Florian Schwarz - Zachary Federow 3:0 (PS 3:1/2:0/2:0). - 84 kg G: Sergios Solontkis - Jury Witt 3:0 (PS 2:0/3:0/1:0). - 66 kg G: Baris Diksu - Benedikt Rebholz 4:0 (Übergewicht)). - 84 kg F: Marc Buschle - Stephane Marczinski 3:1 (PS 0:1/3:0/1:0/4:0). - 74 kg F: Viorel Ghita - Johannes Reh 0:4 (SS bei 1:3/4:0/1:3). - 74 kg G: Adrian Ozsda - Renato Kun 0:3 (PS 0:4/0:1/0:1). Endstand 24:12.