26.06.2011
Dem ASV Nendingen ist am Wochenende ein seltenes Kunststück gelungen. Zum vierten Mal in Folge holte sich die Mannschaft von Trainer Volker Hirt beim 46. Internationalen Grenzlandturnier in Kriessern den Pokal. Das hat bisher in der Geschichte dieses Turniers nur einmal eine Auswahl aus Budapest geschafft, die in den Jahren von 1981-1984 erfolgreich gewesen war.
Dabei war auch in diesem Jahr dieser Wettkampf unter anderem mit den Schweizer Spitzenmannschaften RS Kriessern und RS Freiamt, dem österreichischen Vizemeister KSV Götzis und dem deutschen Zweitligisten SC Isaria Unterföhring wieder hervorragend besetzt.
Der ASV verzichtete auf einige Leistungsträger aus der Bundesligamannschaft und musste kurzfristig auch noch Benjamin Raiser ersetzen. Da Baris Diksu deswegen in die Klasse bis 66 kg aufrücken musste, wurde der frühere ASV-Ringer Valentin Lupu in die Klasse bis 60 kg eingebaut.
Ein arger Wermutstropfen im erfolgreichen Finalkampf war allerdings eine Verletzung, die sich der vom befreundeten KSV Linzgau-Taisersdorf ausgeliehene Remo Martin zuzog. Der junge Taisersdorfer, der alle seine Kämpfe zuvor gewonnen hatte, kugelte sich zum Leidwesen der Nendinger unglücklich die Schulter aus.
Vorher war in der Vierergruppe der Nendinger alles optimal gelaufen. Der ASV besiegte zunächst den Gastgeber RS Kriessern klar mit 20:10. Auch den Kampf gegen den KSV Götzis gewannen die Nendinger mit einigen überraschenden Siegen unerwartet klar mit 27:6. Und der letzte Gruppenkampf gegen den CO Domdidier war beim 30:4 dann fast schon reine Formsache.
Im Halbfinale hatte man von der RS Freiamt, dem Dritten der Schweizer Meisterschaft, eigentlich heftige Gegenwehr erwartet, doch auch hier setzten sich die Nendinger mit 30:5 überraschend klar durch. Erst im Finale sorgte der KSV Götzis mit aggressivem Einsatz für mehr Spannung. Zwei Paarungen, die die Nendinger im Gruppenkampf noch für sich entschieden hatten, gingen plötzlich an die Vorarlberger. Dazu kam die verletzungsbedingte Aufgabe von Remo Martin, so dass erst mit dem Sieg von Marc Buschle im letzten Kampf der Erfolg und der Pokal mit 21:14 unter Dach und Fach waren.
Marc Buschle hatte damit in der Klasse bis 120 kg mit 5:0 Siegen eine ebenso makellose Bilanz wie Rando Sauter in der Klasse bis 55 kg. Auch Adrian Ozsda und Volker Hirt, die sich in der Klasse bis 84 kg abwechselten, blieben ungeschlagen. Eine ganz starke Leistung zeigte Marco Schmid (74 kg), der sich neben drei Siegen nur gegen zwei Klasseringer knapp geschlagen geben musste. Auch Baris Diksu deutete nach langer Verletzungspause mit zwei Siegen ansteigende Form an. Und der junge Steffen Baur zeigte ebenfalls, dass er durchaus auf diesem Niveau mithalten kann. Die Taisersdorfer Urs Geßler und Mario Häuslbauer sowie Valentin Lupu leisteten mit ihren Siegen wertvolle Beiträge zum Pokaltriumph des ASV.
(Bericht: Fritz Reichle)
(Bilder: Karl Greiner)