30.06.2011
Unter den vielen Helfern des ASV Nendingen beim großen Jugendturnier am Wochenende war auch ein Ringer, der leider in der nächsten Saison nicht mehr für den ASV auf die Matte gehen wird. Markus Eichin, „der Bär von Gresgen“, hat sich in diesem Frühjahr nach langen Überlegungen entschieden, wieder in seiner Schwarzwälder Heimat zu ringen.
Er wird nun in der Regionalliga in der Nähe seines Heimatortes Gresgen für die WKG Weitenau-Wieslet auflaufen, wo Markus Eichin schon immer ein häufiger Trainingsgast war. „Dort habe ich einen Stammplatz in der Ersten und ich muss viel weniger fahren. Die wollten mich schon seit Jahren haben und wollen nun mit mir endlich den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen.“ Dabei werden die Schwarzwälder aber pikanterweise auf die 2. Mannschaft des ASV Nendingen treffen, der ja mit maßgeblicher Hilfe von Markus Eichin in der letzten Saison der Aufstieg in die Regionalliga gelungen ist. „Auf diese Duelle freue ich mich natürlich schon besonders, denn dann komme ich ja wieder in die Mühlauhalle.“
Bevor Markus Eichin vor drei Jahren zum ASV Nendingen kam, hatte er mehrere Angebote von anderen Vereinen. „Ich bereue es nicht, dass ich zum ASV gekommen bin. Ich bin super aufgenommen worden und es hat mir echt Spaß gemacht. Diese Zeit will ich nicht missen und will mich beim Verein, der Mannschaft und den Fans sehr bedanken.“
Markus Eichin war zwei Mal deutscher Vizemeister und hat auch im letzten Jahr noch den 3. Platz bei der DM belegt. Für seine Erfolge bei Meisterschaften und in der Mannschaftsrunde war er 2010 als erfolgreichster ASV-Ringer mit dem „Sepp-Buschle-Pokal“ ausgezeichnet worden. Allerdings hatte er in der letzten Saison nur noch sechs Einsätze in der Bundesligamannschaft, legte aber mit einer fast makellosen Bilanz in der 2. Mannschaft den Grundstein für den Aufstieg. Da hatte es einige Irritationen gegeben. „Ich hatte mir mehr Einsätze in der Ersten erwartet und war dann zunächst etwas verärgert. Aber das ist längst erledigt und wir gehen wirklich im Guten auseinander.“
Obwohl Markus Eichin in den letzten drei Jahren viele tolle Kämpfe gezeigt hat, blickt „der Bär“ vielleicht zu selbstkritisch auf seine sportlichen Leistungen beim ASV zurück. „Ich habe nicht das gezeigt, was ich wirklich kann. Vielleicht hätte ich schon ein oder zwei Jahre früher kommen sollen, als ich noch besser drauf war.“
Markus Eichin war von Beginn an schnell in den Verein integriert und war nicht nur beim „Festen“ immer mit dabei. Für seine Verbundenheit mit dem ASV zeugt nicht nur sein Einsatz am letzten Samstag, sondern auch seine eifrige Mithilfe beim Hausbau eines ASV-Ringerkollegen in den letzten Wochen. Und auch am nächsten Wochenende ist er wieder gefragt. Für die ASV-Oldies hat er im Wiesental alle Vorbereitungen für zünftige Radtouren in seiner Heimat getroffen.
Der ASV Nendingen hätte Markus Eichin sehr gerne gehalten und wird dieses Schwarzwälder Original vermissen. Man hat aber Verständnis für die Motive seines Wechsels und bedankt sich herzlich für sein Engagement und seine Freundschaft.
(Bericht: Fritz Reichle)

Markus Eichin