17.04.2011
Eine herausragende Leistung hat Manuel Behr vom ASV Nendingen am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften der B-Jugend im freien Stil geboten. Mit vier überlegenen Siegen sicherte er sich ganz souverän den deutschen Meistertitel in der Klasse bis 63 Kilogramm. Sein Vereinskollege Tim Baur kam im großen Feld der Klasse bis 42 Kilogramm auf den 9. guten 9. Platz.
Manuel Behr hatte schon in mehreren Turnieren in diesem Jahr überzeugt. Was er aber nun bei der DM in Bad Kreuznach ablieferte, hat sicherlich Seltenheitswert. In seinen vier Kämpfen gab er nicht einen einzigen technischen Punkt ab. In keinem Kampf musste er über die volle Distanz gehen und deklassierte seine Gegner mit insgesamt 36:0 Punkten.
In seinen Poolkämpfen besiegte er zunächst Arthur Knaus (SC Motor Jena) mit 5:0/6:0. Seinen zweiten Gegner, Patrick Lehr (KSV Helmsbach), schulterte er schon in der 1. Runde bei einer Führung von 7:0 Punkten. Und auch im Kampf um den Poolsieg gelang ihm beim Stand von 7:0/3:0 ein Schultersieg, der ihn in den Endkampf um den Titel brachte.
Aber auch hier hatte der Sieger des anderen Pools, Sven Eckrath (Magdeburger SV), nicht den Hauch einer Chance. Schon nach 1:14 Minuten lag Manuel Behr mit 8:0 in Front und sein Gegner auf den Schultern. Mit dieser eindrucksvollen Leistung hatte Manuel Behr sich und dem ASV Nendingen überraschend auf Anhieb den deutschen Meistertitel geholt. Und man kann nun gespannt sein, wie sich dieses große Talent des ASV in der Mannschaftsrunde im Herbst schlagen wird. Natürlich wird er dann noch viel Lehrgeld zahlen müssen. Die Zukunft aber spricht sicherlich für ihn.
Etwas Pech hatte der zweite DM-Teilnehmer des ASV Nendingen. Im großen Starterfeld von 22 Ringern der Klasse bis 42 Kilogramm, traf Tim Baur schon sehr früh auf zwei spätere Medaillengewinner. Gegen Yannick Ott (SCJ Wasserlos) unterlag er mit 0:6/0:1. Dann zeigte er zwar seine Klasse mit einem Überlegenheitssieg 8:0//6:0 gegen Til Hübner (SV Luftfahrt Berlin). Gegen den späteren Vizemeister Eduard Tarantinov (SV Traunstein) musste er sich aber wieder mit 3:4/0:6 geschlagen geben. So blieb ihm als Pool-Fünfter nur der Kampf um Platz neun, den er ganz klar mit 7:0/6:0 gegen Aaron Köhler (VfK Schifferstadt) für sich entschied. Mit etwas mehr Losglück wäre hier sicher noch mehr möglich gewesen, aber auch Tim Baur steht mit Sicherheit bei beharrlichem Trainingsfleiß vor einer großen Ringerkarriere.
(Bericht: Fritz Reichle)
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Bilder: Artur Behr