21.11.2011
Drei Kampftage stehen nun noch in den Gruppenkämpfen in der 1. Bundesliga an. Und für den ASV Nendingen war diese Saison bisher durch wechselnde Gefühle geprägt. Da gab es auf der einen Seite absolute Weltklasseleistungen und Erfolgserlebnisse wie beispielsweise am letzten Samstag beim Kantersieg gegen den TSV Musberg. Andererseits haben Verletzungsprobleme seit Beginn der Runde leider viele Planungen völlig über den Haufen geworfen. Dennoch braucht man beim ASV über die bisherigen Erfolge sicher nicht unzufrieden sein. Und damit das in der kommenden Saison vielleicht noch runder läuft, sind natürlich jetzt die Vorbereitungen und Weichenstellungen für das nächste Jahr von großer Bedeutung.
Die Sportvorstände des ASV, Werner Marquardt, Mathias Kelch und Markus Scheu, haben schon intensive Gespräche und Verhandlungen geführt, um schon mal auf jeden Fall sicherzustellen, dass Abwerbungsversuche anderer Vereine ins Leere laufen. Denn es liegt auf der Hand, dass so erfolgreiche Weltklasseleute wie die Zugaj-Zwillinge, Nicolai Ceban, Ghenadie Tulbea oder Balazs Kiss Begehrlichkeiten andernorts wecken. Da ist es für den ASV, vor allem nach dem Rückzug von Marc Buschle und Florian Schwarz in die 2. Mannschaft, ein Gebot der Stunde, den Stamm der Mannschaft zusammenzuhalten. Und das scheint schon jetzt gelungen zu sein.
Und darüber hinaus gibt es gute Anzeichen, dass neben den in dieser Saison durch Verletzungen ausgefallenen Benjamin Raiser und Eduard Kratz sowie Baris Diksu weitere deutsche Spitzenringer gerne für den ASV auf die Matte gehen wollen. Da müssen jetzt in den Wochen bis Weihnachten im Verein die richtigen Weichen gestellt werden.
Vermisst wurde in den letzten beiden Kampftagen von manchen Zuschauern Georgi Sredkov. Für den Bulgaren verlief diese Saison ja nicht ganz nach Wunsch. Er hätte sich sicher mehr Einsätze in der Bundesliga gewünscht. Aber da kam er natürlich schwer an Nicolai Ceban vorbei, der mit einer Siegbilanz von 11:1 zu einem der überragenden Ringer in der deutschen Bundesliga wurde. So blieb es für Sredkov bisher bei 2 Kämpfen in der 1 Mannschaft. und 7 Einsätzen in der Regionalligamannschaft.
Nach dem Kampf am 1. November kehrte er zu einem Kurzurlaub in seine Heimat zurück, schickte dem ASV dann aber eine Krankmeldung. Ob und wann er in dieser Saison wieder auf die Matte geht, ist deswegen derzeit fraglich.
Für die 2. Mannschaft war Sredkov mit sechs Siegen eine wichtige Stütze, die auch gerade jetzt hilfreich wäre. Sechs Kämpfe hat die Zweite in dieser Saison in der Regionalliga jeweils ganz knapp verloren. Und auch am letzten Samstag in Waldkirch war es wohl nicht nur Pech, das zur Niederlage mit 20:21 geführt hat. Während in der 1. Bundesliga ganz überwiegend souveräne Kampfrichter agieren, wurde hier auch in Waldkirch von neutralen Beobachtern konstatiert, der ASV sei „regelrecht verpfiffen“ worden. Einer der Leidtragenden war nun zum wiederholten Male Marco Schmid. Er war in der Vorrunde ungeschlagen, hat aber jetzt in der Rückrunde drei Kämpfe sehr umstritten verloren. Vielleicht haben die Nendinger ja am kommenden Samstag daheim in Nendingen beim Kampf gegen den KSV Ketsch mal wieder mindestens das Glück auf ihrer Seite.
(Bericht: Fritz Reichle)