04.11.2011
04.11.2011
Die Bundesligaringer des ASV Nendingen sind an diesem Wochenende kampffrei. Und dennoch haben die Fans immer noch genügend Gesprächsstoff. Denn keiner der am Montagabend beim Sieg der Nendinger in Adelhausen dabei war, wird diese Veranstaltung so schnell vergessen.
Nicht nur in Nendingen hat dieser Abend nämlich für Furore gesorgt. Auch in den Ringerforen im Internet wird von diesem „sensationellen Erlebnis“ geschwärmt. Und ein Bericht aus der „Badischen Zeitung“ vom 2. November verdeutlicht die Gründe:
„Vorneweg: Schon lange nicht mehr haben die diesmal 500 Zuschauer auf dem Dinkelberg einen derart großartigen Kampfabend erlebt wie am Montag. Auch nicht in Liga eins. Da gab es Spannung, begeistert aufringende Athleten und herrliche Griffaktionen anstelle taktischen Geplänkels und bloßen Körperschiebens. Kein Zweifel: Dies war eine Werbung für das Ringen“.
Und viele Nendinger hatten nach diesem Kampf bei aller Freude auch einen Wunsch: Dieser „Geist von Adelhausen“ möge doch anhalten und übergreifen auf die Stimmung in den nächsten Kämpfen in der Mühlauhalle. Nicht nur Marc Buschle schien nach seinem entscheidenden Sieg wie ausgewechselt. So gelöst und begeistert hat man ihn schon lange nicht mehr erlebt. Und das hing sicherlich auch mit einem besonderen Mannschaftsgefühl zusammen.
Selbst der Journalist der „Badischen Zeitung“ schwärmte davon, dass die Nendinger Ringer nach dem Schultersieg von Buschle „ausgelassen wie Kinder über die Matte tollten“. Und diese Euphorie trug in Adelhausen auch dazu bei, dass vor allem in den Kämpfen der Zugaj-Zwillinge, von Edgaras Venckaitis oder Balazs Kiss eine ungeheure Kampfmoral zu spüren war, die vom Publikum in Adelhausen bei aller Enttäuschung über die unerwartete Niederlage honoriert wurde.
In einer freundschaftlichen Atmosphäre lieferten sich die Adelhausener Zuschauer und die Gruppe der Nendinger Fans einen Wettstreit in der Unterstützung ihrer Ringer. Vor allem im Topduell zwischen Damian Janikowski, dem WM-Zweiten dieses Jahres, und Nenad Zugaj, dem WM-Dritten von 2010, bebte die kleine aber proppenvolle Dinkelberghalle unter den anfeuernden Rufen beiden Lager.
Vielleicht kann dieser Funke im nächsten Heimkampf des ASV am 19. November in der Mühlauhalle weiterlodern. Dann ist der TSV Musberg zu Gast und da könnte mit einer ähnlichen Unterstützung der Zuschauer ein neues
Bericht: Fritz Reichle)