12.11.2011
Der ASV Nendingen hat am Samstag beim ASV Mainz die erwartete Niederlage mit 12:24 einstecken müssen. Die Nendinger konnten Balazs Kiss und die Zugaj-Zwillinge nicht einsetzen und hatten ohne diese drei Klasseleute keine Möglichkeit dem Tabellendritten Paroli zu bieten. Ob es mit diesen drei Assen gereicht hätte, sei dahingestellt, aber auch ohne sie zeigte die Mannschaft trotz der klaren Niederlage gegen die starken Mainzer eine gute Leistung.
Vor allem Ghenadie Tulbea glänzte mit einem überraschenden Schultersieg und auch Edgaras Venckaitis und Nicolai Ceban gefielen bei ihren erhofften Siegen. Trotz ihrer Niederlagen überzeugten auch Florin Gavrila, Marc Buschle, Ahmed Dudarov und Trainer Volker Hirt, der wegen der Verletzungsserie der Nendinger sogar selbst auf die Matte gehen musste.
Die Mainzer hatten diesen Kampf zu einer Art Endkampf um die Play-Off-Plätze ausgerufen und kämpften deswegen vor über 700 Zuschauern in Top-Besetzung, um gegen die Nendinger endgültig ihren Platz unter den ersten Vier abzusichern. Sie schafften das aber erst nach Bangen und Zittern. Denn zur Pause lagen sie mit 8:11 überraschend zurück und erst danach konnten sie mit fünf Siegen in Folge die Begegnung doch noch klar für sich entscheiden.
Florin Gavrila (55 Kilogramm) zeigte gegen den deutschen Meister Tahir Zaidov einen guten Kampf und hielt die Niederlage bei 1:3 Runden in Grenzen. Nicolai Ceban (120 Kilogramm) holte dann den ersten Sieg der Gäste, musste allerdings gegen den 14 Kilogramm schwereren Stefan Kehrer eine Runde abgeben.
Für eine sehr positive Überraschung sorgte anschließend Ghenadie Tulbea (60 Kilogramm). Atmir Khromov hatte in seinen bisherigen Einsätzen für Mainz bärenstarke Leistungen gezeigt und musste als Favorit gelten. Tulbea begann aber furios mit einer starken 1. Runde, auf die der Russe dann seinerseits mit zwei Siegrunden antwortete. Der Nendinger krönte seine tolle Vorstellung jedoch letztlich mit einem überraschenden Schultersieg im 4. Durchgang.
Nachdem Daigoro Timoncini für Mainz in der Klasse bis 96 Kilogramm kampflos zum Sieg gekommen war, zeigte sich dann Edgaras Venckaitis (66 Kilogramm) gewohnt zuverlässig. Mit 3:0 Runden gegen Wladimir Berenhardt brachte er den ASV nach er 1. Hälfte sogar mit 11:8 in Führung.
Dann aber trumpften die Gastgeber mit fünf Siegen nach der Pause gewaltig auf. Marc Buschle hielt sich gegen seinen alten Rivalen Davyd Bichinashvili bei drei relativ knapp verlorenen Runden sehr achtbar. Yan Ceaban (66 Kilogramm) konnte dann allerdings auch diesmal nicht die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen. In einer Neuauflage des rumänischen Spitzenduells gegen George Bucur unterlag er wiederum mit 0:3 Runden.
Trotz seiner Knieprobleme stellte sich Volker Hirt notgedrungen selber dem Kampf gegen Patric Nuding in der Klasse bis 84 Kilogramm und zeigte bei seiner ganz knappen Niederlage enormen Kampfgeist. Ohne jede Chance war dann jedoch Semih Bosyan, der in die Klasse bis 74 Kilogramm aufgerückt war, bei seiner Überlegenheitsniederlage gegen Pascal Eisele. Den einzigen Rundengewinn der 2. Hälfte für die Gäste holte dann Ahmed Dudarov (74 Kilogramm). Gegen den klar favorisierten Olegk Motsalin zeigte er beim 1:3 eine überzeugende Leistung.
(Bericht: Fritz Reichle)