01.11.2011
Die Serie der knappen und unglücklichen Niederlagen der Nendinger Zweiten hält an. Auch am Dienstag ging der Kampf gegen den KSV Berghausen mit 18:21 verloren. Während bei den vorangegangen Kämpfen aber den Nendingern einfach das nötige Glück gefehlt hatte, haderte der ASV diesmal mit anderen Umständen. Denn in der Mühlauhalle gingen in der Begegnung gegen den KSV die Emotionen zeitweise sehr hoch, als die Nendinger sich von der erstmals in dieser Saison in der Regionalliga eingesetzten Kampfrichterin Rebecca Wild (Kappel) mehrfach klar benachteiligt fühlten.
Besonders Rando Sauter, Adrian Ozsda und auch Marco Schmid litten unter einigen für sie und die Nendinger Zuschauer fragwürdigen Entscheidungen. Und so endeten auch die Siegesserien von Rando Sauter und Marco Schmid, die beide erstmals in dieser Saison einen Kampf verloren.
Auf beiden Seiten wurde je eine Gewichtsklasse frei gelassen. Die 400 Zuschauer feierten besonders Dominik Hipp, der gegen den Gästetrainer sogar einen Überlegenheitssieg feiern konnte. Aber auch Baris Diksu überzeugte mit einer ganz starken Leistung.
Nachdem Berghausen durch Julius Mäkiö (55 Kilogramm) und der ASV durch Georgi Sredkov (120 Kilogramm) je einen kampflosen Sieg holten, traf Rando Sauter (60 Kilogramm) im ersten Kampf auf der Matte auf harten Widerstand des körperlich starken Benedict Metzger. Sauter war zwar immer der aktivere Ringer, die meisten Wertungen bekam aber sein Gegner zugesprochen.
Mit Tibor Kucsera traf Bernhard Scheuring (96 kg) auf einen guten Gegner, der in der Bodenlage einfach einen Tick stärker war und so mit 3:0 siegte. Einen Klassekampf lieferte Baris Diksu in der Klasse bis 66 Kilogramm. Er beherrschte Norbert Kollar fast nach Belieben und holte sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf die nötigen Punkte zum Überlegenheitssieg.
Nach dem Pausenstand von 8:10 brachte Dominik Hipp, diesmal in der Klasse bis 84 Kilogramm aufgerückt, den ASV erstmals in Führung. In einem konzentrierten Kampf ließ er Nicolas Gerbode überhaupt nicht zur Entfaltung kommen und besiegte ihn überlegen mit 13:0 Wertungspunkten. Mit Frederic Koch hatte das Nendinger Nachwuchstalent Manuel Behr (66 Kilogramm) einen der besten Gästeringer gegen sich. Der 14-Jährige hielt sich gut, konnte aber eine Schulterniederlage nicht vermeiden.
Adrian Ozsda (84 Kilogramm) hatte in der Vorrunde gegen Christian Essig einen überlegenen Sieg gefeiert. Diesmal tat er sich vor allem im Bodenkampf viel schwerer. Allerdings wurde er dann aber auch aus Nendinger Sicht benachteiligt, als beispielsweise seinem Gegner in der Oberlage keine Wertung gelang, gegen den Nendinger dann aber am Ende der 30 Sekunden eine Verwarnung ausgesprochen wurde. So unterlag er mit 1:3. Auch Marco Schmid konnte seinen Vorkampfsieg nicht wiederholen. Robin Banghard durfte in drei Runden die Oberlage wählen, die er jeweils mit Aushebern zu Wertungen und zum 3:1 Sieg nutzte. Der Schultersieg von Yan Ceaban im abschließenden Kampf gegen Philipp Gerbode konnte die Niederlage des ASV dann auch nicht mehr verhindern.
(Bericht: Fritz Reichle)
Bilder: Helmut Bucher