19.11.2011
Mit 31:7 hat der ASV Nendingen im württembergischen Derby gegen den TSV Musberg am Samstag ganz klar dominiert. Die 600 Zuschauer in der Mühlauhalle sahen einen klar überlegenen ASV, der nur einen einzigen Kampf am grünen Tisch verlor.
Wegen der bekannten Verletzungsprobleme von drei wichtigen deutschen Ringern hatte Trainer Volker Hirt einen ausländischen Ringer zuviel nominieren müssen, so dass der von Ghenadie Tulbea auf der Matte eigentlich gewonnene Kampf mit 0:4 zugunsten der Gäste gewertet wurde. Die Filder-Ringer hatten sich offensichtlich keine großen Chancen gegen Nendingen ausgerechnet. Mit Frank Stäbler und Radoslav Marcinkiewicz fehlten zwei starke Ringer und ohne diese beiden Asse waren sie gegen einen sichtlich gut aufgelegten ASV völlig chancenlos.
Dennoch erlebten die Zuschauer schöne Kämpfe, bei denen neben Marc Buschle und Baris Diksu vor allem auch Ghenadie Tulbea, Nenad Zugaj und Ahmed Dudarov begeistert gefeiert wurden. Kampfrichter Peter Abele (Röhlingen) hatte mit den fairen Kämpfen keinerlei Probleme.
Florin Gavrila läutete mit einem schnellen Schultersieg gegen Marco Braun die Serie der Nendinger Erfolge ein. Nicolai Ceban (120 Kilogramm) hatte dann jedoch mehr Probleme als erwartet mit Kamil Skaskiewicz. Bei seinem Erfolg mit 3:1, bei dem drei Runden erst im Zwiegriff entschieden wurden, wirkte der in dieser Saison bisher erfolgreichste Ringer des ASV nicht ganz so dynamisch wie bei seinen bisherigen 10 Siegen.
Umso überzeugender anschließend sein Freund Ghenadie Tulbea. Obwohl die Klasse bis 60 Kilogramm letztlich für Musberg gewertet wurde, gefiel er mit einem sehr konzentriert herausgerungen Sieg mit 3:0 gegen seinen Landsmann Alexandru Chirtoaca, dem er in der Vorrunde noch unterlegen war.
Nach dem erwarteten Punktsieg von Balazs Kiss (96 Kilogramm) gegen Robert Papp überzeugte Baris Diksu mit einem klaren Überlegenheitssieg gegen Dennis Völker. Unter anderem mit vier Dreierwertungen mit Kopfrollen sorgte er für die Pausenführung von 14:5.
Marc Buschle (84 Kilogramm) baute den Vorsprung seiner Mannschaft mit seinem zweiten Sieg in der Rückrunde weiter aus, als er vor allem in der 3. Runde Michael Böpple klar beherrschte.
Yan Ceaban hatte im Freistil der Klasse bis 66 Kilogramm keinen Gegner, so dass Nenad Zugaj (84 Kilogramm) anschließend mit einem Feuerwerk an Griffen aus allen Lagen und einem bejubelten Überlegenheitssieg gegen Kai Mertins Nendingens Führung auf 25:5 erhöhen konnte.
Etwas enger waren dann die Begegnungen in der Klasse bis 74 Kilogramm. Der Musberger Stefan Stäbler ließ Neven Zugaj mit einer sehr defensiven Einstellung nicht zur Entfaltung kommen, so dass sich der Kroate mit einem 3:1 begnügen musste. Sehr gut gefiel im letzten Kampf der 19-jährige Ahmed Dudarov, der gegen Adrian Moise zu seinem ersten Bundesligasieg kam. Nach verlorener 1. Runde wurde er immer sicherer und setzte sich mit 3:1 durch.
(Bericht: Fritz Reichle)