20.11.2010
ASV Nendingen lässt Freiburg keine Chance
Mit einem klaren Erfolg von 26:9 hat der ASV Nendingen am Samstag bei der RKG Freiburg den dritten Sieg in Folge errungen. Die Gastgeber, als Tabellenletzter der 1. Bundesliga West, hatten gegen gut aufgelegte Nendinger keine reelle Chance und konnten nur zwei Kämpfe gewinnen.
Obwohl der ASV auf Florin Gavrila und Marc Buschle verzichten musste, war er in der Staudingerhalle in Freiburg-Haslach nicht nur auf der Matte klar dominierend. Auch im spärlichen Publikum waren die ASV-Anhänger klar in der Überzahl und sorgten in der kalten Halle für dennoch gute Stimmung.
Freiburg konnte die Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm nicht besetzen, so dass hier Steffen Baur zu einem kampflosen Sieg kam. Keine allzu schwere Aufgabe hatte auch Markus Eichin (120 kg), der gegen Daniel Maaß zu einem souveränen Überlegenheitssieg kam. Viele Wertungspunkte gab es dann auch im Kampf von Ghenadie Tulbea (55 kg). Gegen den jungen Bulgaren Veliko Lyutskanov packte der ASV-Freistilstar wieder seine Trickkiste aus. Allein wie er in der 1. Runde mit einer scheinbar mühelosen Aktion bei einer Fünfer-Wertung seinen Gegner durch die Luft wirbelte, war das Eintrittsgeld wert. Mit 18:0 Punkten bewies er seine klare Überlegenheit gegen seinen gewiss nicht schlechten Kontrahenten.
Ganz eng ging es dann erwartungsgemäß im Kampf von Andreas Miekeley (96 kg) und Patrick Schwendemann zu. Der Nendinger war immer der aktivere Ringer und taktisch richtig wählte er immer die Unterlage. Denn es stellte sich jedes Mal heraus, dass sein Gegner nicht in der Lage war zu punkten. Mit 1:0 ging also auch dieser Kampf an den ASV.
Erst im letzten Kampf vor der Pause kam die RKG zu den ersten Punkten. Der Ungar Ede Komaromi setzte sich gegen Benjamin Raiser (66 kg) in drei Runden knapp nach Punkten durch, hatte dabei aber auch in manchen Situationen das Wohlwollen des Kampfrichters auf seiner Seite. Und auch im nächsten Kampf hatten die Freiburger Zuschauer Grund zur Freude. Sandor Tözser (84 kg) war für den ASV eine Klasse aufgerückt und sein Gegner Stephane Marczinski nutzte seine 12 Kilogramm Gewichtsvorteil, um Tözsers Angriffsversuche abzublocken und um zwei Mal im Zwiegriff zu punkten.
Dann aber gab es nur noch ASV-Siege. Dabei aber tat sich Florian Schwarz (66 kg) wie erwartet sehr schwer gegen seinen alten Widersacher Tobias Ketterer. Einige Male ging er wieder ein zu hohes Risiko und musste sich gefährlich kontern lassen. Erst in der 5. Runde brachte er dann auf Sicherheit ringend seinen Punktsieg unter Dach und Fach.
Sergios Solontkis (84 kg) genügte eine Klassewertung in der 1. Runde und eine solide Bodenkampfabwehr, um gegen den starken Jury Witt einen weiteren Sieg in seiner bisher so erfolgreichen Saison zu feiern. Gegen den rein destruktiv ringenden Renato Kun kam Eduard Kratz (74 kg) nur in der 1. Runde nicht zu Punkten. dann aber setzte sich seine ringerische Überlegenheit doch durch, so dass er den hoch verdienten Sieg feiern konnte.
Keine Mühe hatte zum Abschluss Viorel Ghita (874 kg) im Kampf gegen Zachary Federow, den er in allen drei Runden mit insgesamt 21:3 Wertungspunkten klar beherrschte und so den Nendinger Vorsprung auf 26:9 ausbaute.
(Bericht: Fritz Reichle)
Der Kampfverlauf (Freiburg zuerst genannt): 55 kg G: 0:4 Steffen Baur (ASV) siegt ohne Gegner. - 120 kg F: Daniel Maaß - Markus Eichin 0:4 (TÜ 0:6/0:6/0:6). - 60 kg F: Veliko Lyutskanov - Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:5/0:7/0:6). - 96 kg G: Patrick Schwendemann - Andreas Miekeley 0:1 (PS 0:1/0:1/0:1). - 66 kg G: Ede Komaromi - Benjamin Raiser 3:0 (PS 3:0/3:2/1:0). - 84 kg F: Stephane Marczisnki - Sandor Tözser 3:0 (PS 1:0/1:0/3:0). - 66 kg F: Tobias Ketterer - Florian Schwarz 2:3 (PS 5:0/0:1/0:3/5:1/0:1). - 84 kg G: Jury Witt . Sergios Solontkis 0:3 PS 0:3/0:1/0:1). - 74 kg G: Renato Kun - Eduard Kratz 1:3 (PS 1:0/0:1/0:1/0:3). - 74 kg F: Zachary Federow - Viorel Ghita 0:4 (TÜ 0:6/0:6/3:9). Endstand: 9:26.
Bilder: Karl Greiner