16.08.2011
Wenn die Ringer des ASV Nendingen am Samstag, 20. August, in ihre 4. Saison in der 1. Bundesliga West starten, stehen sie vor einer Mannschaftsrunde, die nach Expertenmeinung „so spannend wie noch nie“ sein wird.
Zwar fehlt mit dem in die Ostgruppe versetzten KSV Aalen ein attraktiver Gegner. Jedoch auch die in diesem Jahr durch Abgänge und Verletzungen geschwächten Ostälbler hätten vermutlich ihre liebe Not gehabt sich diesmal im Vorderfeld zu platzieren. War im letzten Jahr noch mit der sieglosen RKG Freiburg von vornherein ein Punktelieferant und Abstiegskandidat auszumachen, so haben sich in dieser Saison alle neun Mannschaften so enorm verstärkt, dass Prognosen über Endkampfplätze oder Absteiger so gut wie unmöglich sind.
Die beiden DM-Finalisten SVG Weingarten und RWG Mömbris-Königshofen nehmen zwar fraglos wieder eine Favoritenstellung ein. Aber selbst die RWG als deutscher Vizemeister geht davon aus, „dass es in diesem Jahr keinen für uns sicheren Kampf geben wird.“
Auch der Aufsteiger TuS Adelhausen hat sich klar zum Ziel gesetzt, „dass wir uns längerfristig fest in der 1. Bundesliga etablieren.“ Und so wird es wohl hinter dem vermeintlichen Spitzenduo ein hartes Ringen um die Plätze geben.
Wer hier dann die begehrten beiden weiteren Endrundenplätze 3 und 4 einnehmen wird, das wird wohl eine ganz spannende Frage sein. Neben dem KSV Köllerbach und den enorm verstärkten ASV Mainz und KSK Neuss wird hier auch der ASV Nendingen mitmischen wollen. Und auch der TKSV Bonn-Duisdorf und der TSV Musberg dürfen genauso wie der TuS Adelhausen auf gar keinen Fall unterschätzt werden.
Trainer Volker Hirt hat das Ziel „Mittelfeldplatz“ angegeben. Aber natürlich will man durchaus mitmischen und für einige positive Überraschungen sorgen. Deswegen haben die Donautäler eine ganze Reihe von deutschen und ausländischen Spitzenringer verpflichtet. Doch die Mehrzahl der anderen Vereine hat auf dem Transfermarkt sogar noch viel stärker zugeschlagen
Beim ASV Nendingen bilden die einheimischen Ringer um Marc Buschle, Florian Schwarz,
Baris Diksu und Benjamin Raiser weiter den Kern der Mannschaft. Und wie im letzten Jahr sollten die bewährten Ringer wie Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz und Sergios Solontkis die meisten ihrer Kämpfe gewinnen können.
Wertvolle Verstärkungen können aber der 16-fache deutsche Meister Sven Thiele sein, genau so wie der EM-Dritte Nicolai Ceban, die Zwillingsbrüder Neven und Nenad Zugaj, Ivan Deliverski oder der deutsche Juniorenmeister Ahmed Dudarov. Die Frage, wer von ihnen in welchem Kampf eingesetzt wird, soll die gegnerischen Mannschaften vor manches Aufstellungsrätsel stellen.
Wie in den drei ersten Bundesligajahren sollten auch in dieser Saison die Kämpfe in der Tuttlinger Mühlauhalle das Nonplusultra in der deutschen Bundesliga sein. Noch jede Gastmannschaft hat bisher neidlos anerkannt, dass die Kulisse hier ihresgleichen in Deutschland sucht. Und so hofft man beim ASV, dass schon an diesem Samstag beim ersten Heimkampf die Nendinger Ringer gegen den deutschen Vizemeister RWG Mömbris-Königshofen vor einem vollen Haus antreten können.
(Bericht: Fritz Reichle)