13.07.2011
Beim Grand Prix von Spanien siegt Nendingens Publikumsliebling Ghenadie Tulbea
In toller Verfassung stellten sich einige vom ASV Nendingen verpflichteten Ringer bei zwei großen internationalen Turnieren am letzten Wochenende vor. Ghenadie Tulbea siegte überlegen beim Großen Preis von Spanien in Madrid und auch Balazs Kiss und Neven Zugaj sicherten sich beim Golden Grad Prix in Baku mit dritten Plätzen Podiumsränge.
In Madrid war auch die komplette deutsche Nationalmannschaft vertreten. Aber auch ihre Spitzenringer, wie zum Beispiel Marcel Ewald, hatten in der Klasse bis 55 kg im freien Stil keine Chance gegen den Nendinger Publikumsliebling Ghenadie Tulbea. Der für Monaco startende Ausnahmeringer überzeugte auch den mit dem Schweizer Nationalteam angereisten ASV-Trainer Volker Hirt restlos. „Ghenadie hat sich in einer Megaform präsentiert und ist für die Bundesliga bestens vorbereitet.“ Tulbea besiegte zunächst einen türkischen und kanadischen Ringer. Im Halbfinale traf er auf seinen alten Rivalen Krassimir Krastanov (RWG Mömbris-Königshofen), der zuvor mit Marcel Ewald (SVG Weingarten) die größte deutsche Medaillenhoffnung klar ausgeschaltet hatte. Doch Ghenadie Tulbea besiegte auch diesmal wieder den für Großbritannien startenden Krastanov sicher mit 2:0/3:0. Im Finale machte er dann mit dem Spanier Francisco Sanchez bei seinem Schultersieg kurzen Prozess und holte sich einen weiteren internationalen Turniererfolg.
In guter Form zeigte sich in Madrid auch Yan Ceaban in der Klasse bis 66 kg. Nach zwei Siegen musste er nur eine ganz knappe Niederlage gegen den Afrikameister H. Barnes hinnehmen und platzierte sich mit Rang sieben im Vorderfeld dieser ganz stark besetzten Klasse.
Auch Arpad Ritter suchte in der Klasse bis 84 kg weitere Wettkampfpraxis. Nach einem Sieg und einer Niederlage kam der erfahrene ungarische Routinier auf Platz 10 unter den 23 Startern.
In Baku (Aserbeidschan) fand am letzten Wochenende ein zweites großes Turnier statt. Beim Finale des Golden Grand Prix zeigten sich hier drei ASV-Ringer im griechisch-römischen Stil in guter Form. Balazs Kiss überzeugte hier in der Klasse bis 96 kg mit einer Klasseleistung. In den ersten drei Kämpfen setzte er sich unter anderem gegen seinen ungarischen Rivalen Ivan Nemeth klar durch. Nach einer knappen Niederlage im Halbfinale sicherte er sich dann aber wieder mit einem Sieg gegen einen Ringer aus Aserbeidschan die Bronzemedaille.
Auch die Zugaj-Zwilling präsentierten sich in guter Form. Neven Zugaj sicherte sich in der Klasse bis 74 kg ebenfalls die Bronzemedaille. Neben einer Niederlage gegen den späteren Turnierzweiten kämpfte er sich mit drei Siegen über die Hoffnungsrunde auf Platz drei vor.
Sein Bruder Nenad besiegte in der Klasse bis 84 kg zunächst unter anderem den starken ungarischen Meister Peter Bacsi. Im Kampf um die Medaillen musste er aber zwei Niederlagen einstecken, unterstrich aber mit einer starken Leistung und Platz fünf bei diesem hochkarätigen Turnier seine gute Form.
Die Ringsportfreunde können sich also auf jeden Fall bei der am 20. August beginnenden Saison in der Bundesliga nicht nur auf ihre heimischen Ringer um Marc Buschle und Florian Schwarz sondern auch auf einige internationele Spitzensportler freuen.
(Bericht: Fritz Reichle)
Bilder: Volker Hirt