04.09.2010
Nach vier Aufstiegen in Folge startet der ASV Nendingen II als Meister der Verbandsliga nun erstmals in der Oberliga. Das Erfolgsrezept einer guten Mischung aus Ergänzungsringern aus dem Bundesligakader, aus bewährten Stammringern und jungen Talenten soll auch in der neuen Saison vielleicht mehr als nur den Klassenerhalt in der höchsten württembergischen Liga sichern.
Die Schwierigkeit dieser Aufgabe wird offensichtlich, wenn man die Zusammensetzung der Oberliga in dieser Saison ansieht. Der AB Aichhalden ist nach dem Rückzug aus der 2. Bundesliga nun in diese Liga eingeteilt worden. Dazu gesellt sich mit dem TSV Herbrechtingen eine Mannschaft aus der letztjährigen Regionalliga. Und mit der KG Dewangen-Fachsenfeld kommt ein Verein, der vor zwei Jahren noch mit dem ASV Nendingen I in der 1. Bundesliga gekämpft hat. Besonderes Interesse aus Nendinger Seite gilt natürlich auch den Begegnungen mit der befreundeten Mannschaft des TSV Ehningen, die nun von Bastian Bentz angeführt wird. Und er, als bisheriger ASV-Bundesligaringer, wird in Nendingen besonders freundlich begrüßt werden. Aber auch alle anderen Mannschaften wie beispielsweise der VFL Neckargartach oder der KSV Aalen II bieten die Garantie für hochinteressante und attraktive Ringkämpfe.
Schon zum Auftakt der neuen Oberligasaison an diesem Samstag, 4. September, kommt es für den Aufsteiger ASV Nendingen II zu einem äußerst reizvollen Lokalderby beim AV Sulgen. Die Sulgener sind seit Jahren in der Oberliga fest etabliert. Und es sind auch kaum fünf Jahre vergangen, seit am 10.Dezember 2005 der ASV Nendingen I in seiner letzten Saison in der Oberliga sich in Sulgen vorgestellt hat. Damals gewann die „Erste“ mit 22:14 und begann darauf ihren Höhenflug in der Regionalliga. Und nun also ist es die Nendinger Zweite, die sich in der Sulgener Festhalle präsentiert. Ein weiterer Reiz dieser Begegnung liegt in der Tatsache, dass der AV Sulgen jetzt von Gurgen Bagdassarian trainiert wird, der vor einigen Jahren ja auch in Nendingen ein beliebter und erfolgreicher Coach war.
Die Schwarzwälder haben sich mit einigen Ringern verstärkt, unter anderem mit Atanas Stoychev Gazepo (96 kg F) und Murtuz Magomedov (66 kg), der in der letzten Saison mit dem TSV Asperg gegen Nendingen antrat. Zu den ganz starken Ringern gehörten aber auch schon in der vergangenen Saison der deutsche Jugendmeister Marc Luithle, Fabio Herzog, Philipp Rohrer, Dimitar Kasov und Jozef Apro. Der ASV Nendingen II ist also gewarnt. Nur mit einer ganz starken Aufstellung wird man in Sulgen bestehen können. Die Zweite würde sich natürlich freuen, wenn an diesem Samstag, an dem die Bundesliga pausiert, möglichst viele Fans den Weg in die Festhalle in Sulgen finden würden. Kampfbeginn ist um 19.30 Uhr.
(Bericht: Fritz Reichle)