14.08.2010
Schwerer hätte das Startprogramm des ASV Nendingen in der 1. Bundesliga nicht sein können. In den ersten fünf Kämpfen treffen die Nendinger gleich auf die fünf stärksten Gegner in der Liga, darunter mit dem KSV Köllerbach, dem KSV Aalen und dem SV Weingarten die deutschen Meister und Vizemeister der letzten zwei Jahre. Erst danach folgen im Oktober die vermutlich „leichteren“ Konkurrenten mit der RKG Freiburg, dem KSK Neuss, dem TKSV Bonn-Duisdorf und dem TSV Musberg.
Doch Trainer Volker Hirt lässt sich davon nicht entmutigen: „Wenn wir mit Platz vier in die Endrunde wollen, dann müssen wir auch aus den ersten Kämpfen schon Punkte holen.“
Wenn das an diesem Samstag schon beim letztjährigen deutschen Meister KSV Köllerbach gelingen sollte, dann wäre das eine Riesensensation. Die Saarländer sind als Titelverteidiger im Januar erst im Halbfinale gescheitert und haben sich für die neue Saison nochmals enorm verstärkt. Neben den deutschen Spitzenringern Martin Daum (66/74 kg) und Konstantin Völk (84 kg) wurden sechs weitere hochkarätige ausländische Asse verpflichtet. Naranbaatar Bayaraa (Mongolei) als WM-Zweiter 2007, Elis Guri (Albanien) der EM-Dritte von 2008 und Pavlo Olyniyk (Ukraine) sind erstmals in der Bundesliga dabei. Von anderen deutschen Vereinen kamen außerdem der Schwede Jimmy Lidberg (Vizeweltmeister im vergangenen Jahr) sowie die Bulgaren Lyuben Iliev und Emil Milev. Natürlich bleibt abzuwarten, wie viele dieser Athleten angesichts der WM-Vorbereitung in den verschiedenen Ländern tatsächlich aufgeboten werden können.
Aber Volker Hirt ist sich sicher: „Wir werden es den Köllerbachern mit einer starken Mannschaft sehr schwer machen. Sie werden schon sehr stark aufstellen müssen, um uns zu besiegen.“ Denn auch der ASV Nendingen hat sich, wie schon berichtet, deutlich verstärkt. Wer von den Zugängen schon in Köllerbach auf die Matte geht, wird man am Samstag sehen. Für den Trainer geht es auch darum, mit einer guten Leistung gleichzeitig Werbung für den ersten Heimkampf am Samstag, 21. August, gegen die RWG Mömbris-Königshofen zu machen.
Dieser Heimkampf in der Tuttlinger Mühlauhalle soll ein richtiges Ringerfest werden. Schon vor dem um 19.30 Uhr beginnenden Hauptkampf wollen die Regionalligaringer des befreundeten KSV Linzgau-Taisersdorf sich um 17.30 Uhr in einem Freundschaftskampf gegen die Nendinger Zweite testen. Für die Nendinger Oberligaringer ist dies natürlich ebenfalls eine willkommene Generalprobe für ihren Saisonbeginn am 4. September. Und zwischendurch werden die Guggenmusiker zusätzlich für tolle Stimmung sorgen.
(Bericht: Fritz Reichle)