22.10.2011
Zum Saisonauftakt der Bundesliga hat der ASV Nendingen im August daheim nur knapp mit 17:20 gegen die RWG Mömbris-Königshofen verloren. Seit dieser Zitterpartie hat die RWG alle ihre Kämpfe gewonnen und führt souverän mit 16:0 und vier Punkten Vorsprung die Tabelle der 1. Bundesliga West an.
Die Gastgeber gehen also am Samstag im ersten Kampf der Rückrunde als großer Favorit in die Begegnung gegen Nendingen. Beim ASV haben sich die Gemüter nach den Diskussionen um die zwei Niederlagen am letzten Wochenende etwas beruhigt und man versucht in Ruhe und konzentriert die zweite Hälfte der Runde anzugehen.
Natürlich wird es auf Grund des Stilartwechsels in der Rückrunde zu einigen Umstellungen kommen. Für Trainer Volker Hirt wird dabei das Puzzlespiel der Mannschaftsaufstellung nicht einfacher, vor allem weil die Verletzungen der deutschen Ringer ein besonderes Handicap sind. Außer Eduard Kratz und Benjamin Raiser hat es ja am letzten Wochenende nun auch Florian Schwarz erwischt, dessen Einsatz sehr gefährdet ist. Da bleibt zu hoffen, dass Marc Buschle seine Verletzungsprobleme bald überwindet und auch Baris Diksu wieder schnell gesund wird.
Allerdings hat auch die RWG ein kleines Problem, denn mit Saba Bolaghi hat sich ihr bester deutscher Ringer im Kampf gegen Weingarten am Sonntag verletzt. Er musste sich in dieser Woche schon einer Knie-OP unterziehen. Seiner Mannschaft fällt es jedoch viel leichter diesen Ausfall zu verkraften. Mit dem bulgarischen WM-Teilnehmer Vladimir Dubov steht ein absolut gleichwertiger Ersatz schon bereit.
Die Nendinger werden versuchen, sich ehrenvoll aus der Affäre zu ziehen und den Gastgebern so gut wie möglich Paroli zu bieten. Ihr Hauptaugenmerk gilt aber sicher den nächsten Kämpfen, bei denen die Erfolgsaussichten besser sind. Dennoch wird sich die RWG vorsehen müssen. Ohne erbitterte Gegenwehr wird sich der ASV auch in der Schulturnhalle in Schimborn nicht ergeben.
(Bericht: Fritz Reichle)