15.10.2011
Mit dem deutschen Meister SVG Weingarten und dem deutschen Ex-Meister KSV Köllerbach hat der ASV Nendingen zum Schluss der Vorrunde der 1. Bundesliga zwei ganz hohe Hürden vor sich. Im Doppelkampftag fährt man samstags nach Baden und am Sonntag kommt der KSV Köllerbach aus dem Saarland angereist.
Für den SVG Weingarten geht es am Samstag schon um die Wurst. Der Titelverteidiger findet sich derzeit überraschend „nur“ auf Platz 4 mit 8:4 Punkten einen Platz vor dem ASV, der 6:6 Punkte aufweist. Da der SVG am Sonntag noch beim ungeschlagenen Tabellenführer RWG Mömbris-Königshofen antreten muss, darf er sich gegen Nendingen auf gar keinen Fall einen Punktverlust erlauben. Der ASV muss sich also darauf einstellen, auf einen höchst motivierten und bestmöglich aufgestellten Gegner zu treffen.
Trainer Volker Hirt wird die Mannschaft sicherlich wieder umstellen, um mit einer taktisch geschickten Aufstellung den Gastgebern das Leben schwer zu machen. Aber der SVG hat natürlich beispielsweise mit Virgil Munteanu, Ionut Panait, Ionel Puscasu oder Berkhan Kurkiev hervorragende Ringer aufzubieten. Und Trainer Frank Heinzelbecker wird für dieses Wochenende vermutlich aber auch noch die eine oder andere Trumpfkarte, die bisher noch nicht gespielt wurde, aus dem Ärmel ziehen. Die Badener selber erwarten in ihrem Vorbericht auf diesen Kampf in der Kleiberit-Arena „Spannung pur“.
Am Sonntag (16 Uhr in der Mühlauhalle) dürfen sich die heimischen Zuschauer wieder auf ein Ringerspektakel freuen, wenn der KSV Köllerbach zu Gast ist. Die Saarländer sind mit Sicherheit die Mannschaft der Stunde, die am letzten Samstag ja mit dem Auswärtssieg in Weingarten gewaltig aufgetrumpft hat. Sie haben am Samstag frei und können sich auf den Kampf gegen den ASV Nendingen konzentrieren. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber den Nendingern, die am frühen Morgen erst aus Weingarten zurückkommen.
Auch hier wird wieder die Mannschaftsaufstellung eine wichtige Rolle spielen. Aber auf jeden Fall wird es zu einer ganzen Reihe von höchst reizvollen Duellen kommen. Ghenadie Tulbea wird wohl auf den starken Andrei Dukov treffen. In der Klasse bis 60 kg kann es das bulgarische Duell zwischen der Nr.1, Venelin Venkov, und der Nr. 2, Alexander Kostadinov, geben. Die Zugaj-Zwillinge könnten es mit den deutschen Meistern Konstantin Schneider und Jan Fischer zu tun haben. Falls Marc Buschle wieder eingesetzt werden kann, trifft er wohl auf Konstantin Völk. Und im Schwergewicht dürften sich die beiden Weltklasseringer Balazs Kiss und Heiki Nabi messen.
Die Saarländer als Tabellenzweiter sind natürlich Favorit. Ob der ASV mit Erfolgsaussichten dagegenhalten kann, wird man am Sonntag sehen.
Schon im Vorkampf ab 14 Uhr kommt es zu einer interessanten Auseinandersetzung in der Regionalliga. Der Tabellenzweite ASV Urloffen (10:2 Punkte) wird für die Nendinger Zweite (6:6 Punkte) eine harte Nuss sein, die kaum zu knacken ist. Insbesonders in den Klassen bis 66 kg mit Altmeister Jürgen Schlegel und Andreas Boczek, sowie in den beiden schweren Klassen mit Lucian Vilcu und Gabriel Fix haben die Badener ganz starke Ringer in ihren Reihen. Auch hier wird es höchst interessant sein, zu sehen wie ASV Nendingen II sich als Außenseiter gegen die Gäste schlagen wird.
(Bericht: Fritz Reichle)