27.08.2011
Der Kampf beim TKSV Bonn-Duisdorf dürfte für den ASV Nendingen aus verschiedenen Gründen eine ganz unbequeme Aufgabe werden. Zum einen ist da natürlich die lange Fahrt von rund 450 km ins Rheinland. Zum anderen aber dürfte diesmal auch die Aufgabe auf der Matte nicht zu vergleichen sein mit den Begegnungen der beiden Mannschaften im letzten Jahr.
Damals kam der ASV in beiden Kämpfen zu klaren Siegen gegen die Rheinländer, die dann in der Tabelle den vorletzten Platz belegten. Nun aber hat sich der TKSV mit nicht weniger als einem Dutzend Neuzugängen erheblich verstärkt. Und anders als in der letzten Saison möchte man diesmal im Kampf um die 4 Endrundenplätze ein ernstes Wort mitsprechen. Dass die Duisdorfer deswegen nicht auf die leichte Schulter genommen werden dürfen, hat der SVG Weingarten am letzten Samstag demonstriert, als er fast in Bestbesetzung gegen die Gäste antrat. So konnte sich der deutsche Meister zwar durchsetzen, der TKSV jedoch verschaffte sich mit seinem Auftritt enormen Respekt.
Zu den stärksten Ringern zählen Mariusz Los (60 kg), der EM-Zweite von 2009, sowie Piotr Ianulow (84 kg), der im letzten Jahr Militärweltmeister wurde und in Weingarten auch den starken Russen Kurkiev besiegte. Auf Baris Disku und Marc Buschle warten also zwei ganz schwere Brocken. Aber auch die beiden deutschen Vizemeister dieses Jahres, William Harth (96 kg) und Felix Radinger (120 kg), sind genauso schwer zu besiegen wie Georg Harth (74 kg F) oder der Lette Aleksandr Visnakovs (74 kg G).
Für Trainer Volker Hirt und die sportliche Führung des ASV gab es deswegen schon am letzten Samstag einiges Kopfzerbrechen, was die Aufstellung der Mannschaft für diesen Auswärtskampf betrifft. Einzige sichere Bank des ASV dürfte wieder Ghenadie Tulbea sein, auf den aber in seiner Klasse bis 55 kg mit Amiran Karntanov (bisher KSV Aalen) ebenfalls ein starker Neuzugang wartet.
Mit einer starken Aufstellung und etwas Glück könnte der ASV in der Lage sein, die Punkte vom Rhein an die Donau zu bringen. Aber die einzig sichere Vorhersage ist die, dass es wohl wirklich eng zugehen wird.
(Bericht: Fritz Reichle)