20.09.2011
Sieben Ringer, die beim ASV Nendingen unter Vertrag stehen, waren letzte Woche bei der Ringer-WM in Istanbul im Einsatz. Den größten Erfolg verbuchte dabei der Kroate Neven Zugaj. Er holte sich mit einer überragenden Leistung und vier Siegen in der Klasse bis 74 kg G die Bronzemedaille. Damit qualifizierte er sich auch schon für die Olympischen Spiele 2012 in London. Der Nendinger Neuzugang bezwang bei der WM unter anderem den Olympiasieger von 2008 und den Europameister dieses Jahres. Im Halbfinale scheiterte er nur am späteren Weltmeister. Fast ebenso stark zeigte sich sein Bruder Nenad Zugaj in der Klasse bis 84 kg G. Auch er scheiterte am späteren Weltmeister und verpasste mit etwas Pech und Platz sieben nur knapp das Olympia-Ticket.
Gute Vorstellungen gaben auch die anderen drei Ringer im griechisch-römischen Stil. Edgaras Venckaitis (66 kg) und Balasz Kiss (96 kg) kamen nach zwei Siegen und einer Niederlage jeweils auf Platz 14. Und Mindaras Mizgaitis (120 kg) belegte nach einem Sieg und einer Niederlage Platz 16.
Pech hatte im Freistil Nicolai Ceban in der Klasse bis 96 kg. Nach einem Sieg traf er auf den vierfachen Weltmeister Gatsalov und schied nach einer knappen Niederlage und Platz 14 aus. Auch Yan Ceaban (66 kg) musste sich nach einem Sieg und einer Niederlage mit Platz 22 begnügen.
Wie stark die sieben ASV-Ringer sich präsentierten, zeigt ein Vergleich mit den 13 Ringern, die für Deutschland am Start waren. Während alle ASV-Ringer zumindest einen Sieg errangen, schieden sieben deutsche Ringer schon nach einer Niederlage im ersten Kampf aus. Die sieben ASV-Ringer holten insgesamt 14 Siege, die 13 deutschen Vertreter waren nur in 10 Kämpfen siegreich. Dieser Vergleich ist für den DRB wenig schmeichelhaft. Andererseits weckt er bei den ASV-Anhängern Vorfreude auf die nächsten Kämpfe in der Bundesliga, bei denen unsere WM-Starter ihre gute Form in tolle und erfolgreiche Einsätze für den ASV nutzen sollten.
Bericht: Fritz Reichle)
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16.09.2011
Nichts wurde es am Samstag bei der Ringer-WM in Istanbul mit der insgeheim erhofften zweiten Medaille für die Ringer des ASV Nendingen. In der Gewichtsklasse bis 96 kg im freien Stil zählte Nicolai Ceban nach seiner Bronzemedaille bei der EM im März zum erweiterten Favoritenkreis unter den 41 Teilnehmern. Dieser Rolle wurde er auch im ersten Kampf gerecht, als er den Griechen Andreas Tserahidis nach mit 0:1 verschlafener 1. Runde mit 4:0/4:0 klar besiegte.
Dann wies ihm aber das Los schon in der Runde der letzten 32 einen absoluten Knaller zu. Mit dem Russen Khadzimurad Gatsalov traf er auf eine wahre Ringerlegende. Außer dem Olympiasieg 2004 war er in den letzten Jahren schon vier Mal Weltmeister geworden und hatte auch noch im letzten Jahr WM-Silber geholt. Nicolai Ceban hielt sich gegen ihn sehr gut, musste sich aber dennoch denkbar knapp mit 0:1/1:2 geschlagen geben. Da der Russe aber später das Finale nicht erreichte, blieb dem ASV-Ringer eine zweite Chance über die Hoffnungsrunde versperrt. So blieb mit Rang 14 eine Platzierung, die nicht seinen Erwartungen aber auch nicht seinem Können entsprach. Er muss also in den nächsten Monaten in den Qualifikationsturnieren sich noch einen Olympiastart in London erkämpfen. Zunächst aber erhoffen sich natürlich die Fans des ASV Nendingen schöne und erfolgreiche Kämpfe Cebans im ASV-Trikot in der Bundesliga
(Bericht: Fritz Reichle)
15.09.2011
Einen fantastischen Erfolg konnte am Mittwoch Neven Zugaj, der kroatische Neuzugang des ASV Nendingen, erringen. Bei der WM in Istanbul holte er sich mit vier Siegen, unter anderem gegen den Olympiasieger und gegen den Europameister, die Bronzemedaille in der Klasse bis 74 kg und sicherte sich damit auch schon die Qualifikation für die Olympischen Spiele in London.
Nachdem am Dienstag schon Nenad Zugaj mit tollen Leistungen imponiert hatte, setzte sein Bruder Neven tags darauf noch einen drauf. Schon nach seinen ersten zwei Siegen war ASV-Trainer Volker Hirt begeistert: „Das ist eine kroatische Lokomotive. Der zeigt hier nicht nur konditionell eine Meisterleistung.“
In seinem ersten Kampf bezwang er den in der Bundesliga für die RWG Mömbris-Königshofen startenden Tschechen Tomas Sobecky souverän. Gegen Manuchar Kvirkelia aber musste er dann alles zeigen. Der Georgier war 2008 in Peking immerhin Olympiasieger geworden. Nach mit 1:4 verlorener ersten Runde, aber kämpfte Zugaj sensationell seinen Gegner in den folgenden Durchgängen mit 1:0 und 2:0 doch noch nieder.
Im Viertelfinale ging es dann gegen Rafig Huseynov ähnlich knapp her. Der Aserbeidschaner war im März in Dortmund Europameister geworden und so konnte sich der ASV-Ringer eigentlich keine allzu großen Chancen ausrechnen. Aber auch hier behielt der Kroate mit 1:0/1:0 überraschend die Oberhand. Und damit hatte er sich mit dem Einzug ins Halbfinale auch schon das begehrte Olympiaticket 2012 gesichert. Doch natürlich wollte er nur allzu gerne auch eine Medaille gewinnen.
Der Russe Roman Vlasov, EM-Dritter im März, erwies sich dann jedoch als etwas stärker. Zugaj gewann zwar sogar die 1. Runde, verpasste dann aber mit 0:1/0:3 den Einzug ins Finale. Dass der Russe später auch das Finale gewann und sich den Weltmeistertitel holte, war für Zugaj natürlich dann eine besondere Genugtuung.
Er hatte aber im Endkampf der Hoffnungsrunde immer noch eine Chance auf Edelmetall. Und tatsächlich setzte er sich hier gegen den Schweden Robert Rosengren, der früher für Mainz und jetzt für Neuss in der Bundesliga startet, in drei Runden durch. Damit feierte er mit der WM-Bronzemedaille seinen bisher größten Erfolg. Und auch der ASV Nendingen kann sich in den nächsten Wochen etwas im Glanze dieser Medaille sonnen.
(Bericht: Fritz Reichle)

ASV Trainer Volker Hirt kann stolz auf die Zwillingsbrüder Nenad und Neven Zugaj sein.
Nenad (links) belegte den siebten und Neven den dritten Platz bei der WM
14.09.2011
Nur um einen Platz hat am Dienstag Nenad Zugaj vom ASV Nendingen das vorzeitige Olympia-Ticket verpasst. Er belegte bei der Ringer-WM in Istanbul in der Klasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil unter den 47 Startern Platz sieben, aber nur die ersten sechs haben schon jetzt die Qualifikation für London 2012 sicher.
Dabei hatte für den Kroaten alles nach Plan begonnen. Im ersten Kampf besiegte er den von Volker Hirt betreuten Schweizer Thomas Suppiger mit 2:0/1:0. Dann aber kam schon ein echter Härtetest, als er bereits in der 2. Runde auf den WM-Zweiten von 2009, den Franzosen Melonin Noumonvi, traf. Aber auch hier setzte sich Zugaj gegen den für den SVG Weingarten startenden Favoriten knapp mit 0:1/1:0/1:0 durch. Als er in der 3. Runde auch den Koreaner Se-Yed Lee mit 1:0/0:2/2:0 ausschaltete, simste Volker Hirt begeistert: „Der gibt ja Gas ohne Ende“.
Im Viertelfinale wurde dann jedoch der Siegeszug des Kroaten vom späteren Weltmeister Alim Selimov (Weißrussland) gestoppt. Doch auch hier leistete der ASV-Ringer beim 0:1/0:1 erbitterten Widerstand.
In der Hoffnungsrunde erhielt Nenad Zugaj doch noch eine Chance, mit einem Sieg zumindest das Olympiaticket oder mit zwei Siegen sogar die Bronzemedaille zu erringen.
Gegen den Aserbeidschaner Saman Tahmasebi gewann er auch eine Runde, musste sich dann aber leider doch in der 3. Runde mit 0:2 geschlagen geben. Trotz großartiger Leistung war das für den ASV-Zugang natürlich eine Enttäuschung. Die Ringsportfreunde in der Region dürfen sich aber demnächst auf einen absoluten Weltklasseringer im Trikot des ASV Nendingen in der Mühlauhalle freuen.
Weniger erfolgreich war in der Klasse bis 120 kg Mindaugas Mizgaitis. Der Litauer hatte ja im Vorfeld mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. In Istanbul setzte er sich im Feld der 40 Schwergewichtler im ersten Kampf knapp gegen den Nordkoreaner Hyun-Gyu Kim durch. Dann aber musste er sich im Achtelfinale beim Gleichstand von 1:1 nach Lospech in der 3. Runde dem für den TKSV Bonn-Duisdorf startenden Polen Lukasz Banak, den Militärweltmeister des letzten Jahres, beugen. So blieb für Mizgaitis nur der 16. Platz, immerhin aber noch besser als der deutsche Meister Nico Schmidt (20.) oder der für den KSV Köllerbach startende Este Heiki Nabi (27.) Bestplatzierte aus der Bundesliga waren hier aber Lukasz Banak und Mihaly Deak-Bardos (SVG Weingarten) als gemeinsame Fünfte und Johan Euren (RWG Mömbris-Königshofen) als Zwölfter.
(Bericht: Fritz Reichle)
Zum Start der Ringer-WM in Istanbul haben die Ringer des ASV Nendingen im griechisch-römischen Stil drei Siege errungen. Edgaras Venckaitis gewann zwei Mal und Balasz Kiss war ein Mal erfolgreich. Beide hatten aber das Pech, dass sie schon früh auf die späteren Bronzemedaillengewinner ihrer Klasse trafen und dann nach einer Niederlage ausschieden. Beide platzierten sich letztlich jeweils auf Rang 14.
Edgaras Venckaitis besiegte in der Klasse bis 66 kg zunächst den für Großbritannien startenden Myroslav Dykun, den er vor 3 Wochen auch zum Bundesligaauftakt im Kampf gegen die RWG Mömbris-Königshofen bezwungen hatte. Die 1. Runde musste der Litauer zwar abgeben, gewann aber dann die nächsten beiden Durchgänge mit 3:1/1:0.Auch seinen zweiten Kampf konnte er gegen Yazgeldy Kadyrov (Turkmenistan) mit 2:0/1:0 siegreich gestalten. Im Achtelfinale unterlag er aber dann dem späteren WM-Dritten Hyon-woo Kim (Nordkorea) denkbar knapp mit 0:1/0:1. Der starke Koreaner drang dann sogar ins Halbfinale vor. Da er dort aber unterlag, blieb dem ASV-Ringer der Weg über die Hoffnungsrunde leider verwehrt. Aber auch so muss seine Leistung und Platz 14 unter 52 Teilnehmern durchaus als Erfolg und Bestätigung seiner bisher schon in der Bundesliga im ASV-Trikot gezeigten starken Form gewertet werden.
Nicht ganz so zufrieden kann Balasz Kiss sein, dem durchaus Medaillenchancen eingeräumt worden waren. Auch der ungarische Ringer gewann den ersten Kampf gegen den Griechen Georgios Koutsioumpas mit 1:2/3:0/3:0. Dann aber traf er schon in der 2. Runde in der „Hölle von Istanbul“ auf den Lokalmatador Cenk Ildem. Kiss gewann zwar auch hier eine Runde, musste sich aber dennoch dem frenetisch angefeuerten Türken mit 0:1/1:0/0:3 geschlagen geben. Auch er hatte den Trost, nur gegen den späteren Bronzemedaillengewinner verloren zu haben, aber auch er bekam so keine zweite Chance über die Hoffnungsrunde. So blieb statt der insgeheim erhofften Medaille „nur“ Platz 14 unter den 44 Startern in der Klasse bis 96 kg.
(Bericht: Fritz Reichle)
09.09.2011
Das hat es bisher noch nicht gegeben. Gleich acht Ringer, die beim ASV Nendingen unter Vertrag stehen, sind bei der Weltmeisterschaft im Ringen am Start. Vom 12. – 18. September werden diese Titelkämpfe in Istanbul ausgetragen. Und der ASV wird dann nicht nur von diesen acht Athleten sondern auch von Trainer Volker Hirt bei der WM vertreten sein. Volker Hirt ist ja seit letztem Jahr auch Nationaltrainer für den griechisch-römischen Stil in der Schweiz. Er wird in Istanbul aber nicht nur seine vier Schweizer Greco-Ringer betreuen, sondern wird natürlich auch ein aufmerksames Auge auf seine Schützlinge vom ASV werfen.
Am Montag beginnen die Kämpfe im griechisch-römischen Stil. Dann werden voraussichtlich vom ASV Aleksandar Kostadinov (55 kg) für Bulgarien, Edgaras Venckaitis (66 kg) für Litauen und Balazs Kiss (96 kg) für Ungarn auf die Matte gehen.
Am Dienstag sind Nenad Zugaj (84 kg) für Kroatien und Mindaugas Mizgaitis (120 kg) für Litauen an der Reihe. Und am Mittwoch schlägt dann die Stunde für den Kroaten Neven Zugaj in der Klasse bis 74 kg.
Die Freistilringer haben ihren Auftritt dann von Freitag bis Sonntag. Hier erwartet man vom ASV am Samstag Nicolai Ceban (96 kg) mit guten Chancen für Moldawien und am Sonntag Yan Ceaban (66 kg) für Rumänien.
Als Ersatz sind auch Georgi Srdekov (96 kg) und Ivan Deliverski (74 kg) gemeldet, aber sie können wohl nur bei Verletzung der Nummer eins ihres Landes auf einen Einsatz hoffen. Diese WM hat einen besonderen Stellenwert, weil hier eben auch die ersten Qualifikationen für die Olympischen Spiele von London erworben werden können. Wer sich hier nicht weit vorne platziert, muss in den nächsten Monaten die Ochsentour über weitere Qualifikationsturniere bestreiten.
Gute Hoffnungen für London 2012 macht sich Ghenadie Tulbea. Er ist zwar nicht bei der WM dabei, ist aber zuversichtlich in London in der Klasse bis 55 kg einen Startplatz für Monaco zu erhalten. So könnte 2012 ein weiterer Höhepunkt in der glanzvollen Karriere des Nendinger Publikumslieblings werden.
Beim ASV verfolgt man nun aber mit Spannung, wie die „Nendinger“ Ringer in Istanbul abschneiden. Vor allem Balazs Kiss, den Zugaj-Brüdern und Nicolai Ceban ist durchaus zuzutrauen, dass sie in den Kampf um die Medaillen mitmischen können.
(Bericht: Fritz Reichle)