Am 06.09.2025 startet der ASV Nendingen in die neue Landesligasaison – und das gleich mit einem Derby. Nachdem der SV Dürbheim seine Oberligamannschaft nach Ablauf der vergangenen Saison trotz Klassenerhalt zurückzog, startet der Verein nun neu in der Landesliga durch und wird gleich im ersten Kampf als Gast in der Nendinger Donau-Halle zum Regionalderby auflaufen. Die Saison startet also mit einem besonderen Ringer-Schmankerl.

In Nendingen freut man sich besonders auf das Lokalderby, geht aber auch mit dem notwendigen Respekt in die Begegnung. Wirft man einen Blick auf alle Mannschaften der Landesliga sind die Dürbheimer sicherlich als eine der stärksten Mannschaften der Liga einzuschätzen. Die zwei zu verzeichnenden Abgänge kann Dürbheim durch die beiden – in Nendingen gut bekannten – Neuzugänge Florin Gavrila (vorrangig als Trainer) und Gianni D´Ernesto kompensieren. D´Ernesto erlernte das Ringen in Nendingen, startete dann viele Jahre in Radolfzell und wurde 2024 Deutscher Juniorenmeister. Ein Kader also, der sicherlich auch noch in der Oberliga konkurrenzfähig wäre und damit in der Landesliga ein Wörtchen um den Meistertitel mitreden wird.

Neben den bekannten Kontrahenten aus den Vorjahren dem AB Aichhalden II, der SG Weilimdorf II, der RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot und dem TSV Meimsheim stoßen neben den Dürbheimern noch drei weitere Mannschaften neu in die Landesliga Württemberg hinzu.

Als Aufsteiger konnten sich die Bundesligareserve aus Schorndorf und die Regionalligareserve der KG Dewangen/Fachsenfeld für die Landesliga qualifizieren. Beide Mannschaften sind mit talentierten Jugendringern und partiell mit starken Sportlern aus den jeweils ersten Mannschaften gespickt und daher nur sehr schwer einzuschätzen. Mit dem Absteiger aus der Landesliga dem RSV Benningen trifft eine weitere gut bekannte Mannschaft auf die Nendinger Donauathleten. Über viele Jahre hinweg trafen Nendingen und Benningen in der Oberliga immer wieder aufeinander, so dass man hier sicherlich dem einen oder bekannten Gesicht aus Oberligazeiten auf der Matte begegnen wird. In Summe scheint die Landesliga in diesem Jahr eine relatives homogenes Mannschaftsgefüge aufzuweisen, das einige spannenden Begegnungen verspricht.

Denn auch die Nendinger brauchen sich in diesem Jahr keinesfalls verstecken. Wenngleich mit Yan Ceaban, Lukas Stiller und Tobias Müller Ende der letzten Saison drei wichtige Sportler ihren wohlverdienten Ruhestand antraten, hat sich die junge Nendinger Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt und viele – vor allem technische – Einheiten absolviert um so den Aufbau des Kaders mit überwiegend Eigengewächsen weiter voran zu treiben.

Da bereits im letzten Jahr klar war, dass man zwei Gewichtsklassen nicht aus eigener Kraft besetzen können wird hat man sich nach adäquaten Sportlern umgeschaut. Leider waren keine jungen Sportler aus der Region für den ASV zu begeistern oder die Preisvorstellungen gingen zu weit auseinander, so dass man – anders als es die Vereinsphilosophie eigentlich vorsieht – auf zwei ausländische Sportler zurückgreifen wird. Mit Krisztian Kecskemeti und Patrik Mezei stoßen zwei ungarische Spitzenringer zum ASV Nendingen hinzu. Mit beiden Sportlern sollen keine Eigengewächse ersetzt werden, sondern den Eigengewächsen lediglich die Möglichkeit geboten werden in einer jederzeit konkurrenzfähigen Mannschaft antreten zu können. Als Ziel möchte sich der ASV Nendingen mit dieser schlagkräftigen Truppe, begleitet durch sein tolles Publikum, im oberen Tabellendrittel platzieren. Sollte es zu keinen unerwarteten Ausfällen kommen, scheint dieses Ziel mehr als realistisch.