Dominik Seidl wird 4. Deutscher Meister
Vom 6.3.-8.3.26 startete Dominik Seidl vom ASV Nendingen in Luckenwalde bei der Deutschen Meisterschaft der U17 im griechisch-römischen Stil.
Der 15jährige Schüler aus Nendingen startete wie bereits im Vorjahr in der Gewichtsklasse bis 48kg. Dominik startete in seinem Auftaktkampf am Freitagabend hervorragend ins Turnier. Hier stand er einem alten Bekannten gegenüber: David Lai aus Vörstetten in Südbaden. Bei der Deutschen Meisterschaft 2024 war er Lai noch mit 11:0 klar unterlegen. Dieses Jahr konnte er sich knapp mit 4:3 Punkten durchsetzen. Ein klarer Beleg für Dominiks Trainingsfleiß und seine hervorragende Entwicklung. Am Samstagmorgen stand Dominik dann Nikita Morlang aus Fulda in Hessen gegenüber, der ebenfalls sein Auftaktduell gewonnen hatte. Mit einem Sieg wäre Dominik ins Finale eingezogen. Nach 2:1 Pausenführung wurde Dominik nach einer angeblichen Beinarbeit bei der sein Gegner die Kampfzone verließ mit einer Verwarnung und 2 Gegenpunkten bestraft, statt mit einem Punkt belohnt. Statt eine 3:1 Führung zu verteidigen, musste er jetzt einem 3:2 Rückstand hinterher laufen. Bei dem Versuch das Blatt nochmal zu wenden, gab Dominik noch 2 Mal eine Zweierwertung ab und verlor den Kampf eher unglücklich mit 7:2 Punkten. Da sich sein Kontrahent aus dem ersten Kampf in der dritten Runde wieder durchsetzen konnte, war Dominik bereits für das kleine Finale um Platz 3 am Sonntag qualifiziert. Hier stand er Theo Völk vom TSV Westendorf in Bayern gegenüber, der zuvor zwar im Pool den Titelverteidiger und späteren Turniersieger Hamza Ayaz aus Triberg besiegen konnte, durch eine Niederlage gegen einen weiteren Sportler aber trotzdem im Kampf um Platz 3 stand. In der ersten Halbzeit wurde Völk als der aktivere Ringer mit einem Punkt und der Oberlage belohnt, aus der er bei Dominik einen Durchdreher ansetzen und damit 3:0 in Führung gehen konnte. In der zweiten Halbzeit war Dominik aktiver, verkürzte auf 3:1 und konnte Völk ankippen. Leider sah bei dieser Aktion nur einer der 3 Kampfrichter eine gefährliche Lage bei Völk und Dominik wurde nach kurzer Diskussion des Kampfgerichts nicht mit 2 Punkten belohnt. Bei dem Versuch der Rückstand noch aufzuholen, wurde Dominik nochmal gekontert und gab eine 2 zum 5:1 Endstand ab, der komfortabler aussieht, als es das Kampfgeschehen nahelegt. Somit belegte Dominik Seidl am Ende den undankbaren vierten Platz. Eine sehr respektable Leistung, die zeigt, dass er nur hauchdünn von der deutschen Spitze entfernt ist. Gratulation!