BERICHT

Zeitraum 1920 bis 1945


Der ASV Nendingen 1920 e. V. blickt in diesem Jahr mit Stolz auf eine bislang sehr erfolgreiche und bewegende Geschichte zurück. Als Talentschmiede hat der Ringerverein die Gemeinde Nendingen über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus bekannt gemacht und vor allem in Ringerkreisen immer wieder für beachtliche Schlagzeilen gesorgt. Umso bitterer ist, dass die ursprünglich für Mitte Mai angedachten Feierlichkeiten zum 100jährigen-Vereinsjubiläum aufgrund Corona nicht stattfinden konnten und in der geplanten Form auch nicht mehr stattfinden werden. Als Trostpflaster für alle Mitglieder und Interessierten hat ein kleines Team im Verein, aufbauend auf den bereits aufgearbeiteten ersten 75 Vereinsjahren, die letzten 25 Jahre recherchiert und in einem Buch mit über 100 Seiten die komplette Vereinsgeschichte in Wort und Bild zusammengefasst. In verschiedenen Etappen soll nun ein Kurzüberblick über die Sportgeschichte des ASV Nendingen e.V. wiedergegeben werden.

1920 - 1945 Vorkriegsjahre
Im frühen 20. Jahrhundert setzte in Deutschland eine richtige Welle an Vereinsneugründungen ein - so auch in Nendingen, wo unter Federführung der Herren Hermann Dehner, Ernst Treu, Josef Schwarz und Josef Schilling (Rose) zehn Nendinger den ASV gründeten, der zunächst die Sportarten Ringen und Stemmen abbildete. Nur ein Jahr später zählte der Verein bereits 150 Mitglieder und veranstaltete den ersten eigens ausgerichteten Wettkampf in der Bahnhofrestauration gegen die Nachbarvereine aus Wurmlingen (Männerkampf) und Mühlheim (Jugendkampf). Gegen Wurmlingen konnte ein Unentschieden errungen werden, gegen Mühlheim unterlag man nur knapp mit 9:12 Siegen. Diese Ergebnisse waren beachtlich, musste man doch berücksichtigen, dass die beiden Nachbarvereine bereits seit mehreren Jahren aktiv im Training und dadurch auch besser geschult waren. Nur ein Jahr später gelang der erste Turniersieg einer Nendinger Ringermannschaft bei einem Wettkampf in Trossingen. Die Grundsteine waren somit gelegt, der Verein gewann an Stärke und Bedeutung, was sich auch darin widerspiegelte, dass sich die Ringer 1924 gemeinsam mit dem Turnverein aktiv für den Bau einer eigenen Gemeinde-Turnhalle stark machten und einen entsprechenden Fonds einrichteten.
Von besonderer Bedeutung war die Anschaffung einer Vereinsfahne und deren Weihe im Jahre 1925, welche mit einem großen zweitägigen Fest und einem vielfältigen Festprogramm zelebriert wurde. Die Fahne konnte trotz Auflösung des Vereins im Dritten Reich und späterer Besatzung gerettet werden und wird bis heute aufbewahrt und gepflegt.
Nachdem die Nendinger Mannschaft 1927 erstmals Gaumeister wurde, gelang im Jahr 1928 die erste bedeutende Einzelmedaille als Jeremias Schilling Vizemeister der Jugend bei den Deutschen Meisterschaften in Freiburg wurde. Nur ein Jahr später nahm die Mannschaft des ASV Nendingen an nationalen Titelkämpfen teil und erreichte dabei einen beachtlichen 18. Platz.
Getrieben vom Wunsch einer Trainingsstätte, der bereits erstmals 1921 geäußert wurde, errichtete man ein vereinseigenes Übungslokal aus dem Material einer abgebrochenen Halle und konnte am 30.08.1932 die Einweihung feiern.
Nachdem Ludwig Schilling 1933 die Gaumeisterschaft im Leichtgewicht errang, wurde es zunächst ruhiger um den Verein.
Im Rahmen der nationalsozialistischen Gleichschaltung wurde der ASV im Jahr 1936 vorerst aufgelöst und zu einem einheitlichen Sportverein mit weiteren Sportarten zusammengeführt. Die Sparte Ringen wurde in diesem Verein weitergeführt, die Trainingsbedingungen erschwerten sich jedoch zusehends, was auch daran lag, dass das Trainingslokal ab 1940 zur Unterbringen von Kriegsgefangenen genutzt wurde. Durch den zweiten Weltkrieg kam das Sportgeschehen dann zwangsweise ohnehin zu einer Pause.

Foto 1: Das älteste Bild einer Nendinger Vereinsriege mit Karl Wölfle, Konrad Wax, Karl Schilling, Paul Schwarz, Lorenz Wax und Josef Wolf
Foto 2: Jeremias Schilling 1928


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