BERICHT

Zeitraum 1971 bis 1995


1971-1995 Die Zeit der großen Jugenderfolge
Nach dem freiwilligen Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 1970 wurde der Verein neu strukturiert und organisiert. Vor allem Jugendleiter Erich Schwarz, der ein neues Jugendkonzept aufstellte, und sein Jugendtrainerteam mit mehreren erfahrenen Spitzenringern sorgte für einen wahren Medaillenregen bei nationalen Titelkämpfen.
Allein 42 der insgesamt 106 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften wurden in dieser Zeitspanne errungen - einen Großteil davon bei den Jugendmeisterschaften. Leistungsträger in den 70er-Jahren war vor allem Hubert Baur, der mit seinen vielen Titeln und Medaillen zu den besten deutschen Nachwuchs-sportlern seiner Zeit gehörte. Bei einem tragischen Unfall kam er 1982 ums Leben. Nur ein Jahr vor ihm verstarb das Nachwuchstalent Wolfgang Wiser an einer schweren Krankheit. Im Gedenken an die beiden herausragenden Ringer wurde 1984 das erste Baur-Wiser-Gedächtnisturnier ausgerichtet, das 25 Jahre lang durchgeführt wurde und Jugendringer aus verschiedenen Nationen anzog. Auch heute noch wird dieses Turnier unter dem Namen "Donaucup" weitergeführt.
Ein weiterer Nachwuchsringer der für Furore sorgte war Andreas Kosing, der 1984 erstmals kräftig auf sich aufmerksam machte. Nach dem Deutschen Vizemeistertitel der Jugend war es Kosing gegönnt an der Jugend-Weltmeisterschaft in den USA teilzunehmen, wo er einen beeindruckenden fünften Platz belegte.
Im selben Jahr errang der ASV Nendingen erstmals eine nationale Medaille bei Mannschaftstitelkämpfen. Die Jugendmannschaft unter Trainer Christian Reichle wurde souverän Bezirks- als auch Württembergischer Mannschaftsmeister. Beim Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft sorgte man mit dem Gewinn der Silbermedaille für Aufsehen.

Das alte Trainingslokal war inzwischen in die Jahre gekommen und stand dem Erweiterungsbau des Schulgebäudes im Weg. Die Vereinsverantwortlichen fanden schnell eine Alternative: Mit den Umbauarbeiten am damaligen Farrenstall, der auch noch heute als Trainingsraum dient, wurde 1985 begonnen. In über 3.100 freiwilligen Arbeitsstunden wurde das "Ringerlokal" mit Matten- und Kraftraum, Sauna und Umkleidebereich mit Duschen und Toiletten zu einer zentralen Anlaufstelle für die sportliche Jugend im Ort. Die verbesserten Trainingsmöglichkeiten waren eine gute Grundlage für die Erfolge, die nach wie vor nicht ausblieben. Mit Andreas Kosing, Oliver Hauser, Gerd Reichle, den Schullian- und Rudischhauser-Brüdern sowie vielen weiteren errang man noch einige Medaillen bei nationalen Titelkämpfen. Vor allem Andreas Kosing und Gilbert Rudischhauser nahmen dabei auch immer wieder an internationalen Meisterschaften teil und brachten den Vereinsnamen des ASV Nendingen über die Bundesgrenzen hinaus. Durch einen schweren Arbeitsunfall Anfang der 90er-Jahre platzte für Andreas Kosing der Traum einer Teilnahme an den olympischen Spielen in Barcelona und für den ASV Nendingen somit zunächst die Hoffnung einen weiteren Sportler aus den eigenen Reihen auf ein olympisches Turnier schicken zu können.

Im Jahr 1995 schloss sich das große Ringertalent Marc Buschle vom benachbarten VfL Mühlheim dem ASV Nendingen an. Als Gewinner der Deutschen Jugendmeisterschaften und Vizemeister bei den Weltmeisterschaften der Jugend, zeigte er gleich zu Beginn seiner Zeit im ASV, welch großes Talent sich der Nendinger Mannschaft hier angeschlossen hatte.

Doch nicht nur auf der Matte, sondern auch im Veranstaltungskalender der Gemeinde Nendingen setzten die Ringer in diesem Vierteljahrhundert ein Zeichen. Mit dem 1972 erstmals durchgeführten Lumpenball veranstaltete der ASV einen Fasnetsball, der knapp 40 Jahre lang aus dem Nendinger Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken war. Die Ringer bewiesen also nicht nur beim 75jährigen Jubiläumsfest 1995, dass sie auch wissen wie man feiert.



Foto 5: Jugendmannschaft 1984 (Dt. Vizemeister): h.v.l.: Roland Baur, Markus Baur, Michael Lehrmayer, Andreas Kosing, Harald Schullian,
Christian Reichle
v.v.l.: Norbert Scheu, Oliver Hauser, Gert Schullian, Gerd Reichle
Foto 6: Sieger Andreas Kosing
Foto 7: Der Lumpenball



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