BERICHT

Zeitraum 1996 bis 2020


1996 - 2020 Geprägt durch die zweite Bundesligazeit
Die letzten 25 Jahre im Festbuch zum 100jährigen Jubiläum sind am detailliertesten recherchiert und am ausführlichsten zusammengefasst. Zum einen, da es bereits zum 75jährigen Jubiläum eine ausführliche Festschrift gab, zum anderen ist in den letzten 25 sehr viel passiert und in unseren Köpfen, wie auch vermutlich in Ihren Köpfen, am präsentesten.

Beginnen wir 1996 wo die Geschichte des ASV Nendingen weitergeht. Mit dem Wechsel von Gilbert und Gervin Rudischhauser in die Pfalz (1996) und von Marc Buschle nach Haslach (1998) ist die Männermannschaft zunächst wieder etwas geschwächt, kann durch regionale Sportler sowie die beiden Eigengewächse Florian Schwarz und Dominik Hipp, die beide Medaillen bei Deutschen Jugendmeisterschaften holen, aber wieder langsam aufgebaut werden. In der Oberliga Württemberg ringt der ASV Nendingen Ender der 90er-/Anfang der 2000er-Jahre stets vorne mit und kämpft immer wieder in der Aufstiegsrunde für einen Platz in der Regionalliga, was zunächst aber nicht gelingt. Im Jahr 2002 kommt es zu einem großen Umbruch in der Mannschaft, als die großen Leistungsträger der letzten zehn Jahre (Andreas Kosing, Oliver Hauser und Michel Maczek) beschließen kürzer zu treten. Dennoch gelingt es in der folgenden Saison eine beachtliche Platzierung zu erreichen um dann erneut in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga zu scheitern.
Die Saison 2004 beginnt düster für den ASV. Nach den ersten Kämpfen befindet sich die Mannschaft sieglos und verzweifelt auf dem letzten Tabellenplatz. Der damalige Vorstand Reiner Schilling reagierte umgehend und holte den Spitzentrainer Gurgen Bagdasarian nach Nendingen, der mit seinen Trainingsmethoden die Physis und Psyche der Nendinger Sportler so stärkt, dass der Abstieg vermieden werden kann. Man erlebt eine umgekrempelte Mannschaft und wird im darauffolgenden Jahr Vizemeister der Oberliga. Die Aufstiegsrunde schließt man unbesiegt ab und steigt erstmals in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga auf.
Mit dem Rückkehrer Marc Buschle und der Verpflichtung von Volker Hirt als Trainer geht die Erfolgsgeschichte weiter. Mit nur einer Niederlage schließt man die Regionalligasaison ab und steigt als Meister in die Zweite Bundesliga auf. Auch dort ist der ASV Nendingen, nach partiellen Verstärkungen (Raiser, Bentz, Mikeley) nicht zu stoppen und schafft erneut nach 1966 den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Unlängst ist der ASV Nendingen auch wieder zum Publikumsmagneten geworden und macht mit Zuschauerschnitten von mehr als 1.000 Personen pro Kampf in ganz Ringerdeutschland von sich reden.
Man beschließt im Verein die Bundesligasaison zu ringen, verstärkt sich auch erneut, geht aber davon aus zum Ende der Saison wieder sportlich absteigen zu müssen. Durch zwei Siege über die Mannschaft aus Nürnberg gelingt jedoch der Klassenerhalt.
Mit jährlich neuen Verstärkungen wird die Aufstiegs-Mannschaft des ASV Nendingen umgekrempelt, um dem hohen Leistungsniveau in der Bundesliga gerecht zu werden. Die Personalstrategie des ASV Nendingen bringt in der Saison 2013/2014 den ersten Deutschen Mannschaftsmeistertitel ein, der vor über 6.500 Zuschauern in der Helios-Arena in Schwenningen errungen werden kann. In den beiden folgenden Jahren gelingt es erneut Deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Dennoch lässt die Euphorie nach, der Zuschauer-Zustrom flacht ab. Zudem wird das Jahr 2016 und damit der dritte Meistertitel von Dopingvorwürfen gegenüber einzelner Bundesligasportler überschattet (alle beschuldigten Sportler sind inzwischen wieder frei gesprochen). Aufgrund Unstimmigkeiten mit dem Deutschen Ringerbund, beschließt der ASV Nendingen die Profi-Mannschaft auszulagern und nimmt 2017 mit der neu gegründeten ASV Nendingen GmbH an einer neuen Liga teil - der ebenfalls neu gegründeten DRL.

Doch nicht nur die erste Mannschaft des Vereins hat in dieser Zeit Großes geleistet. Der zweiten Riege gelang ein Durchmarsch von der Bezirksliga bis in die Regionalliga, wo sie sich über fünf Jahre halten kann und im Jahr 2016 sogar als Meister abschließt.
Im Jugend- und Juniorenbereich sorgen die Nachwuchstalente Tim Baur, Dominik Reichle und Manuel Behr für einen Medaillenregen bei Landesmeisterschaften und nationalen Titelkämpfen.
Ebenso die beiden Neuzugänge David und Louis Stumpe, die sich 2012 vom Nachbarverein SV Dürbheim anschließen. Einer der Höhepunkte ist der Titel für Louis Stumpe bei den Kadetten-Europameisterschaften (2013). Ebenfalls von großer Bedeutung war die erneute Teilnahme an einer Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Jugend. Hier konnte man sich bis auf den sechsten Platz vorkämpfen.
Auch im Männerbereich werden Medallien bei Deutschen Meisterschaften errungen. Benjamin Raiser, Marc Buschle, Baris Diksu und Volker Hirt können sich immer wieder entsprechend platzieren.

Nach den kräfteraubenden Bundesligajahren und der Aufteilung des Vereins in den bestehenden ASV Nendingen e.V. - in dem der Regionalsport untergebracht wird - und in die ASV Nendingen GmbH - die fortan den Profisport verwaltet - war es kein leichtes Unterfangen wieder effizientere Strukturen und einen Grundstein für eine stabile Zukunft zu schaffen.
Dennoch ist dies mit Bravour gelungen. Der Verein steht finanziell inzwischen wieder auf stabilen Füßen und setzt den Hauptfokus auf die Jugendarbeit die sich zahlenmäßig und mit ersten sportlichen Erfolgen derzeit toll entwickelt.
Man kann also auch im 100. Vereinsjahr mit Zuversicht in die Zukunft blicken und auf Erfolge in den nächsten 100 Jahren hoffen.
Aufgrund Corona konnte das geplante Jubiläumsfest nicht stattfinden. Ob und wie eine Ringersaison in 2020 stattfinden kann, ist noch nicht beschlossen. Aber auch so etwas wirft einen Verein wie den ASV Nendingen nicht um.

Foto 8: Der erste Meistertitel
Foto 10: Die ASV-Jugend


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