www.asv-nendingen.de http://www.asv-nendingen.de de Zeitraum 1996 bis 2020 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/aktuelles-20-07-13/ 2020-07-13 1996 – 2020 Geprägt durch die zweite BundesligazeitDie letzten 25 Jahre im Festbuch zum 100jährigen Jubiläum sind am detailliertesten recherchiert und am ausführlichsten zusammengefasst. Zum einen, da es bereits zum 75jährigen Jubiläum eine ausführliche Festschrift gab, zum anderen ist in den letzten 25 sehr viel passiert und in unseren Köpfen, wie auch vermutlich in Ihren Köpfen, am präsentesten.Beginnen wir 1996 wo die Geschichte des ASV Nendingen weitergeht. Mit dem Wechsel von Gilbert und Gervin Rudischhauser in die Pfalz (1996) und von Marc Buschle nach Haslach (1998) ist die Männermannschaft zunächst wieder etwas geschwächt, kann durch regionale Sportler sowie die beiden Eigengewächse Florian Schwarz und Dominik Hipp, die beide Medaillen bei Deutschen Jugendmeisterschaften holen, aber wieder langsam aufgebaut werden. In der Oberliga Württemberg ringt der ASV Nendingen Ender der 90er-/Anfang der 2000er-Jahre stets vorne mit und kämpft immer wieder in der Aufstiegsrunde für einen Platz in der Regionalliga, was zunächst aber nicht gelingt. Im Jahr 2002 kommt es zu einem großen Umbruch in der Mannschaft, als die großen Leistungsträger der letzten zehn Jahre (Andreas Kosing, Oliver Hauser und Michel Maczek) beschließen kürzer zu treten. Dennoch gelingt es in der folgenden Saison eine beachtliche Platzierung zu erreichen um dann erneut in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga zu scheitern. Die Saison 2004 beginnt düster für den ASV. Nach den ersten Kämpfen befindet sich die Mannschaft sieglos und verzweifelt auf dem letzten Tabellenplatz. Der damalige Vorstand Reiner Schilling reagierte umgehend und holte den Spitzentrainer Gurgen Bagdasarian nach Nendingen, der mit seinen Trainingsmethoden die Physis und Psyche der Nendinger Sportler so stärkt, dass der Abstieg vermieden werden kann. Man erlebt eine umgekrempelte Mannschaft und wird im darauffolgenden Jahr Vizemeister der Oberliga. Die Aufstiegsrunde schließt man unbesiegt ab und steigt erstmals in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga auf.Mit dem Rückkehrer Marc Buschle und der Verpflichtung von Volker Hirt als Trainer geht die Erfolgsgeschichte weiter. Mit nur einer Niederlage schließt man die Regionalligasaison ab und steigt als Meister in die Zweite Bundesliga auf. Auch dort ist der ASV Nendingen, nach partiellen Verstärkungen (Raiser, Bentz, Mikeley) nicht zu stoppen und schafft erneut nach 1966 den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Unlängst ist der ASV Nendingen auch wieder zum Publikumsmagneten geworden und macht mit Zuschauerschnitten von mehr als 1.000 Personen pro Kampf in ganz Ringerdeutschland von sich reden.Man beschließt im Verein die Bundesligasaison zu ringen, verstärkt sich auch erneut, geht aber davon aus zum Ende der Saison wieder sportlich absteigen zu müssen. Durch zwei Siege über die Mannschaft aus Nürnberg gelingt jedoch der Klassenerhalt.Mit jährlich neuen Verstärkungen wird die Aufstiegs-Mannschaft des ASV Nendingen umgekrempelt, um dem hohen Leistungsniveau in der Bundesliga gerecht zu werden. Die Personalstrategie des ASV Nendingen bringt in der Saison 2013/2014 den ersten Deutschen Mannschaftsmeistertitel ein, der vor über 6.500 Zuschauern in der Helios-Arena in Schwenningen errungen werden kann. In den beiden folgenden Jahren gelingt es erneut Deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Dennoch lässt die Euphorie nach, der Zuschauer-Zustrom flacht ab. Zudem wird das Jahr 2016 und damit der dritte Meistertitel von Dopingvorwürfen gegenüber einzelner Bundesligasportler überschattet (alle beschuldigten Sportler sind inzwischen wieder frei gesprochen). Aufgrund Unstimmigkeiten mit dem Deutschen Ringerbund, beschließt der ASV Nendingen die Profi-Mannschaft auszulagern und nimmt 2017 mit der neu gegründeten ASV Nendingen GmbH an einer neuen Liga teil – der ebenfalls neu gegründeten DRL. Doch nicht nur die erste Mannschaft des Vereins hat in dieser Zeit Großes geleistet. Der zweiten Riege gelang ein Durchmarsch von der Bezirksliga bis in die Regionalliga, wo sie sich über fünf Jahre halten kann und im Jahr 2016 sogar als Meister abschließt.Im Jugend- und Juniorenbereich sorgen die Nachwuchstalente Tim Baur, Dominik Reichle und Manuel Behr für einen Medaillenregen bei Landesmeisterschaften und nationalen Titelkämpfen. Ebenso die beiden Neuzugänge David und Louis Stumpe, die sich 2012 vom Nachbarverein SV Dürbheim anschließen. Einer der Höhepunkte ist der Titel für Louis Stumpe bei den Kadetten-Europameisterschaften (2013). Ebenfalls von großer Bedeutung war die erneute Teilnahme an einer Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Jugend. Hier konnte man sich bis auf den sechsten Platz vorkämpfen.Auch im Männerbereich werden Medallien bei Deutschen Meisterschaften errungen. Benjamin Raiser, Marc Buschle, Baris Diksu und Volker Hirt können sich immer wieder entsprechend platzieren.Nach den kräfteraubenden Bundesligajahren und der Aufteilung des Vereins in den bestehenden ASV Nendingen e.V. – in dem der Regionalsport untergebracht wird - und in die ASV Nendingen GmbH – die fortan den Profisport verwaltet – war es kein leichtes Unterfangen wieder effizientere Strukturen und einen Grundstein für eine stabile Zukunft zu schaffen. Dennoch ist dies mit Bravour gelungen. Der Verein steht finanziell inzwischen wieder auf stabilen Füßen und setzt den Hauptfokus auf die Jugendarbeit die sich zahlenmäßig und mit ersten sportlichen Erfolgen derzeit toll entwickelt.Man kann also auch im 100. Vereinsjahr mit Zuversicht in die Zukunft blicken und auf Erfolge in den nächsten 100 Jahren hoffen.Aufgrund Corona konnte das geplante Jubiläumsfest nicht stattfinden. Ob und wie eine Ringersaison in 2020 stattfinden kann, ist noch nicht beschlossen. Aber auch so etwas wirft einen Verein wie den ASV Nendingen nicht um. Foto 8: Der erste MeistertitelFoto 10: Die ASV-Jugend Zeitraum 1971 bis 1995 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/aktuelles-20-07-06/ 2020-07-06 1971-1995 Die Zeit der großen Jugenderfolge Nach dem freiwilligen Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 1970 wurde der Verein neu strukturiert und organisiert. Vor allem Jugendleiter Erich Schwarz, der ein neues Jugendkonzept aufstellte, und sein Jugendtrainerteam mit mehreren erfahrenen Spitzenringern sorgte für einen wahren Medaillenregen bei nationalen Titelkämpfen. Allein 42 der insgesamt 106 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften wurden in dieser Zeitspanne errungen – einen Großteil davon bei den Jugendmeisterschaften. Leistungsträger in den 70er-Jahren war vor allem Hubert Baur, der mit seinen vielen Titeln und Medaillen zu den besten deutschen Nachwuchs-sportlern seiner Zeit gehörte. Bei einem tragischen Unfall kam er 1982 ums Leben. Nur ein Jahr vor ihm verstarb das Nachwuchstalent Wolfgang Wiser an einer schweren Krankheit. Im Gedenken an die beiden herausragenden Ringer wurde 1984 das erste Baur-Wiser-Gedächtnisturnier ausgerichtet, das 25 Jahre lang durchgeführt wurde und Jugendringer aus verschiedenen Nationen anzog. Auch heute noch wird dieses Turnier unter dem Namen „Donaucup“ weitergeführt.Ein weiterer Nachwuchsringer der für Furore sorgte war Andreas Kosing, der 1984 erstmals kräftig auf sich aufmerksam machte. Nach dem Deutschen Vizemeistertitel der Jugend war es Kosing gegönnt an der Jugend-Weltmeisterschaft in den USA teilzunehmen, wo er einen beeindruckenden fünften Platz belegte. Im selben Jahr errang der ASV Nendingen erstmals eine nationale Medaille bei Mannschaftstitelkämpfen. Die Jugendmannschaft unter Trainer Christian Reichle wurde souverän Bezirks- als auch Württembergischer Mannschaftsmeister. Beim Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft sorgte man mit dem Gewinn der Silbermedaille für Aufsehen. Das alte Trainingslokal war inzwischen in die Jahre gekommen und stand dem Erweiterungsbau des Schulgebäudes im Weg. Die Vereinsverantwortlichen fanden schnell eine Alternative: Mit den Umbauarbeiten am damaligen Farrenstall, der auch noch heute als Trainingsraum dient, wurde 1985 begonnen. In über 3.100 freiwilligen Arbeitsstunden wurde das „Ringerlokal“ mit Matten- und Kraftraum, Sauna und Umkleidebereich mit Duschen und Toiletten zu einer zentralen Anlaufstelle für die sportliche Jugend im Ort. Die verbesserten Trainingsmöglichkeiten waren eine gute Grundlage für die Erfolge, die nach wie vor nicht ausblieben. Mit Andreas Kosing, Oliver Hauser, Gerd Reichle, den Schullian- und Rudischhauser-Brüdern sowie vielen weiteren errang man noch einige Medaillen bei nationalen Titelkämpfen. Vor allem Andreas Kosing und Gilbert Rudischhauser nahmen dabei auch immer wieder an internationalen Meisterschaften teil und brachten den Vereinsnamen des ASV Nendingen über die Bundesgrenzen hinaus. Durch einen schweren Arbeitsunfall Anfang der 90er-Jahre platzte für Andreas Kosing der Traum einer Teilnahme an den olympischen Spielen in Barcelona und für den ASV Nendingen somit zunächst die Hoffnung einen weiteren Sportler aus den eigenen Reihen auf ein olympisches Turnier schicken zu können.Im Jahr 1995 schloss sich das große Ringertalent Marc Buschle vom benachbarten VfL Mühlheim dem ASV Nendingen an. Als Gewinner der Deutschen Jugendmeisterschaften und Vizemeister bei den Weltmeisterschaften der Jugend, zeigte er gleich zu Beginn seiner Zeit im ASV, welch großes Talent sich der Nendinger Mannschaft hier angeschlossen hatte. Doch nicht nur auf der Matte, sondern auch im Veranstaltungskalender der Gemeinde Nendingen setzten die Ringer in diesem Vierteljahrhundert ein Zeichen. Mit dem 1972 erstmals durchgeführten Lumpenball veranstaltete der ASV einen Fasnetsball, der knapp 40 Jahre lang aus dem Nendinger Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken war. Die Ringer bewiesen also nicht nur beim 75jährigen Jubiläumsfest 1995, dass sie auch wissen wie man feiert.Foto 5: Jugendmannschaft 1984 (Dt. Vizemeister): h.v.l.: Roland Baur, Markus Baur, Michael Lehrmayer, Andreas Kosing, Harald Schullian, Christian Reichle v.v.l.: Norbert Scheu, Oliver Hauser, Gert Schullian, Gerd ReichleFoto 6: Sieger Andreas KosingFoto 7: Der Lumpenball Zeitraum 1946 bis 1970 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/aktuelles-20-06-29/ 2020-06-29 1946-1970 Bundesligajahre – der ASV macht Nendingen bekanntNach den Wirren des 2. Weltkrieges lag der Fokus zunächst noch nicht auf dem Sport, aber er geriet auch nicht in Vergessenheit. Der aus der NS-Zeit bestehende gleichgeschaltete Sportverein wurde nach Genehmigung der französischen Militärregierung im Jahre 1947 wiederbelebt, organisierte unter sich jedoch zunächst nur die Sportarten Handball, Leichtathletik und Wintersport. Die Ringer kamen erst im Jahre 1949, als die Abteilung „Schwerathletik“ gegründet wurde wieder auf den Plan. Mit der Anschaffung einer neuen Ringermatte und der Führung einer vom Hauptverein losgelösten Abteilungskasse im selben Jahr, wurde der Grundstein zur Verselbständigung des ASV gelegt. Zum 30jährigen Bestehen im Jahre 1950 kam es zur Wiedergründung des ASV Nendingen. Mit nur 22 Erwachsenen und drei Jugendlichen stand man noch auf dünnen Beinen, der rege Zulauf sorgte aber bald für ein Wiedererstarken des Vereins. Bereits im Jahre 1952 kämpfte der ASV in der Oberliga Südbaden erfolgreich mit.Das Fundament für den Aufstieg in die Bundesliga und die großen Einzelerfolge in den 60ger-Jahren legte Josef Schwarz (Anker), der nach berufsbedingtem Aufenthalt im Großraum Stuttgart, im Jahr 1953 nach Nendingen zurückkehrte und das Traineramt übernahm. Als Trainer revolutionierte er den Ringkampfsport in Nendingen: Er stellte die Mannschaft um, brachte das Training in eine professionellere Form und lehrte den Nendinger Jugendlichen neue Ringertechniken, die er aus dem Großraum Stuttgart – einer der damaligen Ringerhochburgen – mit an die Donau brachte. Unterstützt wurde Schwarz im Traineramt ab dem Jahr 1957 durch Philipp Becker.Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Reiner Schilling, Adolf Rutschmann, Fritz Hagen, Peter Hugger und Rolf Schullian errangen in den folgenden zehn Jahren allesamt – teilweise mehrfach - den Deutschen Meistertitel. Es folgten auch einige Silber- und Bronzemedaillen bei nationalen Titelkämpfen für den Verein.Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Reiner Schilling bei den olympischen Spielen 1964 in Tokio – dem bislang größten Einzelerfolg für einen Sportler in der Geschichte des ASV Nendingen. Mit drei Siegen und nur einer Niederlage gegen den späteren Olympiasieger Osamu Watanabe (JPN) platzierte Schilling sich als siebter des olympischen Turniers.Doch auch mit der Mannschaft wurde in den 60er-Jahren Großes erreicht. Nachdem man im Jahre 1954 in die Oberliga Württemberg (der damals höchsten Landesklasse) umgegliedert wurde, konnte man sich dort lange Jahre halten. 1964 verpasste man den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp. Zwei Jahre später gelang dann der Aufstieg in die Bundesliga nach einer erfolgreichen Saison. In der Bundesliga sollte man sich vier Jahre halten und beachtlichen Ringkampfsport bieten. Die Nendinger Halle war stets zum Bersten gefüllt und vor allem in den Lokalderbys gegen den Nachbarverein aus Tuttlingen knisterte die Luft. Noch heute ist diese Spannung in den Erzählungen der damaligen Athleten zu spüren.In der Bundesligazeit war nicht zu übersehen, dass sich die Kräfte des Dorfvereins nach und nach erschöpften, andere Bundesligavereine setzten zudem immer größere finanzielle Mittel durch Sponsoren ein. Auch wenn man sich in der Bundesligazeit ebenfalls mit drei Sportlern (Erol Cakar, Gülaga Cankaya und Josef Hutter) verstärkte, war der ASV nicht gewillt diesen Weg mit zu gehen.Im Jahr 1969 rang man die vorerst letzte Bundesligasaison.1970 kam die Idee zu einer Kampfgemeinschaft mit Tuttlingen auf, die aber schnell wieder verworfen wurde. Die Folge war der freiwillige Abstieg in die Oberliga Württemberg.Foto 3: Oberligamannschaft 1958: h.v.l.: Fritz Hagen, Adolf Rutschmann, Philipp Becker, Alfred Riedinger, Josef Schwarz, Josef Reichle v.v.l.: Werner Schwarz, Herbert Wax, Horst BeckerFoto 4: Reiner Schilling auf olympischer Matte in Tokio Zeitraum 1920 bis 1945 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/aktuelles-20-06-23-0/ 2020-06-23 Der ASV Nendingen 1920 e. V. blickt in diesem Jahr mit Stolz auf eine bislang sehr erfolgreiche und bewegende Geschichte zurück. Als Talentschmiede hat der Ringerverein die Gemeinde Nendingen über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus bekannt gemacht und vor allem in Ringerkreisen immer wieder für beachtliche Schlagzeilen gesorgt. Umso bitterer ist, dass die ursprünglich für Mitte Mai angedachten Feierlichkeiten zum 100jährigen-Vereinsjubiläum aufgrund Corona nicht stattfinden konnten und in der geplanten Form auch nicht mehr stattfinden werden. Als Trostpflaster für alle Mitglieder und Interessierten hat ein kleines Team im Verein, aufbauend auf den bereits aufgearbeiteten ersten 75 Vereinsjahren, die letzten 25 Jahre recherchiert und in einem Buch mit über 100 Seiten die komplette Vereinsgeschichte in Wort und Bild zusammengefasst. In verschiedenen Etappen soll nun ein Kurzüberblick über die Sportgeschichte des ASV Nendingen e.V. wiedergegeben werden.1920 – 1945 VorkriegsjahreIm frühen 20. Jahrhundert setzte in Deutschland eine richtige Welle an Vereinsneugründungen ein – so auch in Nendingen, wo unter Federführung der Herren Hermann Dehner, Ernst Treu, Josef Schwarz und Josef Schilling (Rose) zehn Nendinger den ASV gründeten, der zunächst die Sportarten Ringen und Stemmen abbildete. Nur ein Jahr später zählte der Verein bereits 150 Mitglieder und veranstaltete den ersten eigens ausgerichteten Wettkampf in der Bahnhofrestauration gegen die Nachbarvereine aus Wurmlingen (Männerkampf) und Mühlheim (Jugendkampf). Gegen Wurmlingen konnte ein Unentschieden errungen werden, gegen Mühlheim unterlag man nur knapp mit 9:12 Siegen. Diese Ergebnisse waren beachtlich, musste man doch berücksichtigen, dass die beiden Nachbarvereine bereits seit mehreren Jahren aktiv im Training und dadurch auch besser geschult waren. Nur ein Jahr später gelang der erste Turniersieg einer Nendinger Ringermannschaft bei einem Wettkampf in Trossingen. Die Grundsteine waren somit gelegt, der Verein gewann an Stärke und Bedeutung, was sich auch darin widerspiegelte, dass sich die Ringer 1924 gemeinsam mit dem Turnverein aktiv für den Bau einer eigenen Gemeinde-Turnhalle stark machten und einen entsprechenden Fonds einrichteten.Von besonderer Bedeutung war die Anschaffung einer Vereinsfahne und deren Weihe im Jahre 1925, welche mit einem großen zweitägigen Fest und einem vielfältigen Festprogramm zelebriert wurde. Die Fahne konnte trotz Auflösung des Vereins im Dritten Reich und späterer Besatzung gerettet werden und wird bis heute aufbewahrt und gepflegt.Nachdem die Nendinger Mannschaft 1927 erstmals Gaumeister wurde, gelang im Jahr 1928 die erste bedeutende Einzelmedaille als Jeremias Schilling Vizemeister der Jugend bei den Deutschen Meisterschaften in Freiburg wurde. Nur ein Jahr später nahm die Mannschaft des ASV Nendingen an nationalen Titelkämpfen teil und erreichte dabei einen beachtlichen 18. Platz. Getrieben vom Wunsch einer Trainingsstätte, der bereits erstmals 1921 geäußert wurde, errichtete man ein vereinseigenes Übungslokal aus dem Material einer abgebrochenen Halle und konnte am 30.08.1932 die Einweihung feiern. Nachdem Ludwig Schilling 1933 die Gaumeisterschaft im Leichtgewicht errang, wurde es zunächst ruhiger um den Verein. Im Rahmen der nationalsozialistischen Gleichschaltung wurde der ASV im Jahr 1936 vorerst aufgelöst und zu einem einheitlichen Sportverein mit weiteren Sportarten zusammengeführt. Die Sparte Ringen wurde in diesem Verein weitergeführt, die Trainingsbedingungen erschwerten sich jedoch zusehends, was auch daran lag, dass das Trainingslokal ab 1940 zur Unterbringen von Kriegsgefangenen genutzt wurde. Durch den zweiten Weltkrieg kam das Sportgeschehen dann zwangsweise ohnehin zu einer Pause. Foto 1: Das älteste Bild einer Nendinger Vereinsriege mit Karl Wölfle, Konrad Wax, Karl Schilling, Paul Schwarz, Lorenz Wax und Josef WolfFoto 2: Jeremias Schilling 1928 Jubiläumsberichte 100 Jahre ASV Nendingen http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/aktuelles-20-06-22/ 2020-06-22 Der ASV Nendingen „feiert“ in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten wurden aufgrund Corona bereits abgesagt.Im Rahmen des Jubiläumsjahres wurde die Geschichte aufgearbeitet und in einem Buch zusammen gefasst. Die ausbleibenden Feierlichkeiten versagen uns leider die Aktionen und Veranstaltungen, mit welchen wir den Verein gerne präsentieren wollten. Um trotzdem auf das besondere Jahr 2020 hinzuweisen, haben wir im Rahmen des Buches die letzten 100 Jahre in vier Berichten 25 Jahre zusammengefasst. Diese wollen wir gerne im Wochenrhythmus bis zur anstehenden Hauptversammlung am 17.07. veröffentlichen. Vereinsarchiv 2015 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/archiv-2015/ 2015-01-01 Hier finden Sie unser Vereinsarchiv 2015 Vereinsarchiv 2014 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/archiv-2014/ 2014-01-01 Hier finden Sie unser Vereinsarchiv 2014 Vereinsarchiv 2013 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/archiv-2013/ 2013-01-01 Hier finden Sie unser Vereinsarchiv 2013 Vereinsarchiv 2012 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/archiv-2012/ 2012-01-01 Hier finden Sie unser Vereinsarchiv 2012 Vereinsarchiv 2011 http://www.asv-nendingen.de/chronik-archiv/archiv-2011/ 2011-01-01 Hier finden Sie unser Vereinsarchiv von 2011